Pfadiheim
Termine
Fotos
Tips & Tricks
Gaestebuch
Kontakt
Stufen
Links
Samstag, 26. März 2011

Chronik der Pfadi St. Oswald Sargans

(geschrieben zum 50 Jahre Jubiläum, zusammengestellt von Mathias Bugg/Chuli)

Inhaltsverzeichnis

  • 1941-1950                            /Joseph Fischer %Hadschi  und Franz Regli % Pongo
  • 1951-1959                             /Johann Kocherhans %Bär
  • 1960-1966                             /Franz Bugg %Falk
  • 1967-1976                             /Bruno Willi %Specht
  • Nachträge '74-76                   /Josef Grünenfelder %Pörpel
  • 1980-1983                             /Thomas Good %Gootschi
  • 1984-1988                             /Mathias Bugg %Chuli
  • 1989-1991                             /Fredi Anrig %Kobold

50 Jahre Pfadi St. Oswald

Ein Halbjahrhundert ist bereits Geschichte-Vergangenheit! Im Gegensatz zur alten und ältesten Generation unserer Pfadiabteilung St. Oswald Sargans, die von der Erinnerung lebt, steht unsere jüngste mit den gleichen Idealvorstellungen, jedoch unter völlig anderen Lebens- und Umweltbedingungen mitten in ihrem eigenen Gegenwartsdenken und veränderten Zielvorstellungen, die es mit offenem Geist und Herzen zu beachten und zu fördern gilt. Wir alle - ob aktive oder ehemalige Abteilungszugehörige - sind aufgerufen, beseelten Anteil an der Fortentwicklung unserer mittlerweile 50 Jahre junggebliebenen Jubilarin zu nehmen: "Allzeit bereit!"

Freuen wir uns für und mit der jüngsten Generation unserer Pfadiabteilung St. Oswald über ihr beglückendes, leben - und naturnahes Wirken im Dienste unserer Jugend und am Nächsten - ihren beseelten Pfader - und Kameradschaftsgeist und ihren tatkräftigen Einsatz zum Gemeinwohl ihrer Gemeinschaft.

Allen bisherigen Mitverantwortlichen gebührt Dank und Anerkennung. Sie alle haben durch ihr persönliches Bemühen dazu beigetragen, unsere Abteilung auf- und auszubauen und - trotz dem Überangebot unserer Wohlfahrtsgesellschaft - ihre pfaderbische Zielsetzung und Aufgabe zu erfüllen - nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern!

Bleibt lediglich zu hoffen, dass unserer Pfadfinderabteilung St. Oswald Sargans auch fürderhin einer segensreichen und glücklichen Zukunft entgegenstehen kann. Das ist mein Jubiläumswunsch für unsere Abteilung St. Oswald!

In treuer Verbundenheit
Alexander Good/Zorro
Gründermitglied und erster Abteilungsleiter

1941-1950


*** 1941 ***
Die Zeitkulisse zur Gründung: Sargans im Jahre 1941 (Hadschi)
Vierzehn Mal erzitterten die Scheiben, danach beteten wir und verspiesen Gerstensuppe mit Bohnen, Stockreben und Polenta. Jedermann wurde vom einfachen Mahle satt. Hunger kannten wir nicht, aber auch keine Extras.

Jeden Mittag um 12 Uhr flogen nämlich mit lautem Gekrach Steine aus den Löchern der Festung Passati, die zum Kranz der Werke Castels, St. Margrethenberg, Fläscherberg und Schollberg gehörte. Man sprengte Raum für ein Artillerieregiment in die Felsen. Das war die "Festung Sargans". Rundum taten Soldaten Dienst!
Eine Messerschmitt flog mit einem Ton eines Bohrers beim Zahnarzt über den Falknis und verfolgte ein anderes Flugzeug. Zwei C-36 (ein Lizenzflugzeug des Messerschmitt) der Schweizer Flugwaffe vom Algier und Gamidauer her veranlassten den deutschen Apparat, Richtung Arlberg abzubiegen. "Hitlerbrut!" schrieen wir mit geballter Faust!

Diese deutschen Jagdflugzeuge verfolgten mich viele Nächte im Traum. Ich stand im Städtli, sah einen solchen Jäger und er gleichzeitig mich. Und nun konnte ich fliehen, mich winden und wenden wie ich wollte, einer Riesenmücke gleich verfolgte die zu einem Ungeheuer gewordenen Maschine mich, stiess zu und... Ich erwachte im Schrecken. Jetzt, wo ihr den Golfkrieg selber erlebt habt, könnt ihr diese Kinderangst am hautnahen Erlebnis verstehen?
Wir pflanzten in der Rheinau Kartoffeln, Mais und Gemüse Tisch jede Familie, nach dem "Plan Wahlen" (Wahlen war Bundesrat und verfügte, dass jede Familie sich an der "Anbauschlacht" beteilige). Der Colorado-Käfer und die Werren machten uns zu schaffen, sonst war das der friedlichste Teil der Kriegsjahre.
Wen kann es wundern, wenn diese Umgebung uns prägte! Wer überleben wollte, musste Schwarz/Weiss denken. Für Toleranz war kein Platz. Zweimal dachten wir, der Krieg gehe los. Selbst ein 12-jähriges Kind wie ich wusste, was es dann zu tun hatte.
Ich hatte beispielsweise im unüberbauten Grossfeld mit einer Gruppe weiterer Knaben Viehherden in Empfang zu nehmen und ins Lugnez zu treiben, wo wir evakuiert worden wären. Niemand weigerte sich, es ging ums Ganze!

Die Abteilungsgründung
Kaplan Herbert war ein feiner, frommer und intelligenter Herr. Vielleicht ist er darum nie Pfarrer geworden und bei uns Bengel nicht angekommen. Dass die katholische Jugend nicht in die neutrale Pfadi "Oberrhi" (gegründet im Herbst 1940) abwandern würde, musste er eine Jungwacht gründen. Wir wollten zur Pfadi, nicht zu den "Weihwasserfröschen"!
Kaplan Walther Wirz (Vulgo Brillenschlange) ersetzte Kaplan Herbert, der in Weesen Spiritual eines Frauenklosters wurde. Die Brillenschlange, gross, intellektuell, Theaterspieler, Spätberufener bildete mit Alexander Good (Vulgo Zorro), einem ehemaligen Schweizergardisten, das ideale Gespann, um die katholische Pfadfinderabteilung "St. Oswald " mit Orangen Krawatten zu gründen und zu führen. Wir waren Feuer und Flamme. Hitler hatte die Pfadfinder in seinem "Weltreich" verboten. Wir wollten es ihm zeigen. Pfarrer Gschwend wetterte von der Kanzel, wer in die Pfadi Oberrhi eintrete, müsse nicht mehr in die Kirche kommen.

Die Abteilung im Gründungsjahr 1941
In Mels bestand zu dieser Zeit noch keine eigene Abteilung. Als "Trupp St. Martin" schlossen sich die Melser unserer Pfadi an.
Am 6. Februar 1944 wurden sie selbständig und an der kant. DV als "Abteilung St. Martin" mit 23 Aktiven und unter dem neuen AL Arnold Ackermann, Ragnatsch, in den Kantonalverband aufgenommen.

Erste Anlässe und Lager (Pongo)
Ich war stolz, Pfader werden zu dürfen. Die Anschaffungskosten für die Ausrüstung bereiteten meinen Eltern etwas Mühe, auch wenn für eine vollständige Ausrüstung (ein Pfaderstock gehörte auch dazu) nur ungefähr 50 Franken ausgegeben werden musste. Zudem wurden "Textil-Coupons" verlangt.
Laut persönlichem Ausweis trat ich am 25. Mai 1941 der Abteilung St. Oswald bei. Die üblichen Prüfungen galt es zu bestehen. Das noch vorhandene "Aufgebot" für die JP Prüfung erinnert mich daran. Ich durfte als Jungvenner und Venner die Gruppe Adler führen. Dankbar denke ich an die Unterstützung und das Zusammensein mit Zorro und Kaplan Wirz zurück. Leider wird das Verständnis für die Probleme der Pfaderführer erst später voll bewusst; mir erging es jedenfalls so Die OP-Prüfung, es war die erste in der Abteilung, vergisst wohl kein Teilnehmer. Es war streng. Im Regenwetter wurde mit selbstgesuchten Pflanzen eine Suppe zubereitet. Ob alle Pilze geniessbar waren, konnte nicht ermittelt werden. Die Suppe sollte in einer Kapelle gegessen werden; es kam nicht dazu, stattdessen galt es, den Kapellenboden zu reinigen (Missgeschick: Stolpern, Suppe am Boden)

Vennerkurs-Wochenende auf Prod
Anlässlich eines Vennerkurs-Wochenendes wurde in einer Messfeier im Erzbild die 1. Abteilungs-Standarte geweiht.
Vor der Kapelle stehen Abteilungsleiter Alexander Good/Zorro und Kaplan Walther Wirz/Brillenschlange, unten rechts mit Hut Elternratspräsident Anton Stucky.
Der Regen bot eine gute Angewöhnung an die Nacht in einem Zelt. Lehre: Überlege genau, wo du dein Zelt aufschlägst. Der "Propagandamarsch" durch die Stadt Wil war eindrücklich; der Gruppenwettkampf am Sonntag interessant. Zum besseren Verständnis einige Bemerkungen: Am 1. Posten hängt ein Strick an einem Baum, ein Revolver, ein "Toter" liegen am Boden. War es Selbstmord oder Mord? An einem anderen Posten kontrollierte Kantonalfeldmeister Oesci Forrer die Uniform und die Ausweise. Punktverluste waren programmiert; einige hatten (noch) keine vollständige Uniform, von Ausweisen keine Ahnung. Man getraute sich nicht zu fragen. Freude löste der Rang aus. (als "Adler " 46. Rang von 74 Gruppen, als Abteilung im Lagerbau im 12. Rang! Das Diplom ist heute noch vorhanden).


*** 1942 ***

Es fand ein Winterlager in Flums-Tannenboden mit 41 Teilnehmern statt. Als Ergänzung der üblichen Ausrüstung war von jedem Pfader Holz mitzunehmen. Das störte aber nicht, musste doch Holz zu allen Kursen und Übungen im Jungmannschaftslokal mitgebracht werden. Brennholz war knapp.
Der Georgstag mit der Abteilung St.Luzi Chur
fand in Chur statt. Unser AL Zorro leitete diese Abteilung in früheren Jahren. Einmal mehr glaubten wir an die Vorteile der Stadtabteilungen, hatten die doch "so grosse" Venner. Dass diese Annahme falsch war, habe ich erst später erfahren.
Ein Hinweis auf die regelmässigen technischen Weisungen des Abteilungsleiters an die Venner sei erlaubt; z.B. für Vertrauen, Zuverlässigkeit, straffe Disziplin sind gefordert und zu fordern. Zudem wird der "Zivilgruss" eingeführt - Schlampi werden gestellt und der Venner "gerüffelt". Es ist Stellung anzunehmen, wenn mit dem Vorgesetzten gesprochen werden will.
Am 28. August fand in Walenstadt ein Regionallager
statt. Die Weisungen des AL an die Venner waren klar: Körpertraining, Pfadertechnik, Hygiene, Rapportsystem muss besser funktionieren, Beschaffung von Quartiermützen.


*** 1943 ***

Es fand ein Vennerlager in Gais statt. Eindrucksvoll war das Referat von Dr. Fritz Wartenweiler, der als Erwachsenenerzieher später viele Bücher geschrieben und Vorträge gehalten hat. Was sonst noch alles passierte, soll Erinnerung bleiben. Die Disziplin der Venner und Jungvenner behagte Zorro offenbar gar nicht.
Nachdem Alexander Good/Zorro im November 1942 als AL zurückgetreten war, übernahm im April Franz Wochner/Chueri aus Walenstadt die Abteilungsleitung.
Wie viele junge Sarganser verliess ich den Wohnort für die Berufsausbildung. Der Samstag war bis 19 Uhr Arbeitstag, was für mich einem Abbruch (Unterbruch) der Pfadertätigkeit gleichkam
Das Sommerlager fand zusammen mit der Abteilung "Seebuebe Goldach" in Vermol statt.
 (-Pongo)


*** 1944/1945 ***

Das Sommerlager 1944 fand in Lachen SZ statt. Ich gehörte zur Gruppe Adler, später dann zu Uhu, die Werner Peter von der Untergasse führte.

Als im Mai 1945 die Kirchenglocken den Frieden verkündeten, waren wir überglücklich. Die Siegermächte unterteilten Deutschland in Zonen und gingen mit Marschallplan und dergleichen an den Wiederaufbau. Ost und West schikanierten einander. Immer wieder starben Menschen unter Kugeln im Machtgerangel.
Hatten wir während des Krieges Hitler gehasst, so hassten wir jetzt Stalin. Amerika war gut (Kaugummi), Russland engstirniger geworden. Die Welt hatte keinen Platz für Toleranz, wer tolerant war, gehörte zum anderen Ufer. So verstand eigentlich niemand die Botschaft Christi. Aber das kam uns nicht einmal in den Sinn.
Der Komfort floss nur allmählich. So sahen wir erst Jahre nach dem Frieden Niedel, Bananen und Datteln! Diese waren so teuer, dass es höchstens zu Chlaus oder Weihnachten sehr wenig gab.

Im August zog Kaplan Walther Wirz nach Walenstadt, wo er sich wiederum als Pfadileiter betätigte. Sein Nachfolger als Präses wurde Kaplan Paul Rüst
(-Hadschi)


*** 1946 ***

Silvio Nauli, aus Papels GR, übernahm die Abteilungsleitung von Franz Wochner/Chueri


*** 1947 ***

Die Klagen der Venner über gewisse, eher ältere Mitglieder, die bei der Gruppenarbeit eher störend seien, veranlassten mich zum Antrag, es sei eine Gruppe aus diesen "überflüssigen Knochen" zu bilden, die ich leiten würde
Am 17. mai 1947 fand die Gründung dieser Gruppe "Orion" statt. Es wurde ein Bombenerfolg! Wir waren eine Bande und eroberten diverse Auszeichnungen. Den Zinnteller des kantonalen Pfadertages Buchs (2. Rang) überlasse ich zum Jubiläum 1991 dem Abteilungs-Archiv. Orion wurde zum Samen für die Roverstufe. Orion bestand aus Walter Mullis (Coiffeurs), Kurt Gassmann (Lokiführers), Hans Broder (Architekt) Bruno Locher (Metzgers) und Armin Bigger (Tierdokters).
Unser Präses sah nicht mit besonderer Begeisterung, dass wir enge Bande mit "Oberrhi" knüpften, aber mit unseren Nachbarabteilungen, also mit "Oberrhi" und "St. Martin Mels" fanden manche interessante Höcks und Übungen statt.
(-Hadschi)


*** 1948 ***

Franz Regli/Pongo übernahm neu die Abteilungsleitung. Die Vennerhöcks erhielten ein Motto, die Ausbildung wurde neu gestaltet. Erstmals wurde die Delegiertenversammlung des Verbandes Katholischer Pfdfinder in Einsiedeln besucht.
Es wurden eine Wolfsmeute (wichtig für den Nachwuchs) und eine Roverrotte (deren Bedeutung damals schon erkannt worden ist) gebildet. Bei der Einführung und Ausbildung halfen Wolfsführerinnen und Roverführer der Abteilung St. Luzi Chur mit.
(-Pongo)

Gründung der Rover: 17. April 1948
Im Banner "Gonzen" wurden 2 Rotten ins Leben gerufen. Die Rotten "Erz" mit Josef Fischer/Hadschi und "Eisen" mit Josef Broder/Konjev.
Am 17. April schwörten sich die Rover der Rotte "Erz" ein. Mit vielen Geheimnissen wurde mitten in der Nacht eine Urkunde, von Hadschi auf Pergamentpapier erstellt und nachweltrichtig verpackt, mit den Unterschriften er anwesenden Rover versehen, eingegraben.
Hadschi, Chnurri, Schnarch, Bär, Tarzan, Konjev und Pongo wollten den Ort geheim halten. Wer wird die Urkunde wann und unter welchen Umständen finden?
Das "Protokoll- und Kundschaftsbuch" der Rotte Erz von 1948/49 gibt Auskunft über einige Unternehmen dank dem Fleiss der beiden hervorragenden Aktuare Leo Gerschwiler/Gögg und Hans Broder/Quick.
Die Kundschaften waren grössere Arbeiten, unter anderen "Superarbeiten" von Richard Wohlwend/Chnurri über Liechtenstein, Land und Fürstenaus; von Knopf über Kapelle zu Bild und von Gögg über das Sarganserland in alter Zeit.
Der Wimpel der Rotte Erz, den Hadschi selbst, wird am Nostalgie-Wochenende 1991 in das Abteilungsarchiv übergehen. Auf einem Stück Leder ist das Wort "Erz - ein Drache von einem Schwert durchbohrt - und das Roversignet abgebildet.
(- Hadschi und Pongo)

Das Roverlied
Nach der Melodie der alten schottischen Volksweise "should auld acquaintance" ist im Roverlied je eine Strophe der Rotte "Erz und der Rotte "Eisen" gewidmet- die zusammen das Banner "Gonzen" bilden.
(-Hadschi)

Gründung der Wölfe: 17. April 1948
Die wöchentliche Gewerbeschule in St. Gallen benutze ich um mit Stufenführern (KWK, KRK) die Ausbildung für die Leitung der Wölfe und Rover zu lernen und weiterzugeben. Die Gründung der Wölfe erfolgte ebenfalls am 17. April. Erste Wolfsführerinnen waren meine Schwester Magdalena Fischer/Akela und Beatrix Stucky/Bagheera (sel.)

Georgslauf 1948
Am Georgslauf vom 18. April findet eine kleine Gedenkfeier (7 Jahre Abteilung St. Oswald) mit Jugendgottesdienst, Gruppenlauf, Suppe und Spaghetti statt. Kritik in meinem persönlichen Handbuch: freudig, normaler Verlauf, Pfader schwitzten

Bula 1948 Trevano/Lugano TI 26. Juli bis 4. August
Trotz anfänglich grosser Bedenken des Elternrates (wegen der hohen Kosten von Fr. 46.-) wird die Teilnahme am Bundeslager in Trevano beschlossen. Mit 18 Teilnehmern reisten wir Richtung Tessin (die Gotthardbahn mit den vielen Kehrtunnels und den 11 Minuten im Tunnel galt als Erlebnis für die Teilnehmer). Über das BULA berichtete Hadschi regelmässig im "Sarganserländer". Die Zeitungsauschnitte belegen die Schönheiten dieses BULA's. Das Motto "Pfadfinderjugend - glückliche Jugend" war gut gewählt. Viele Erinnerungen sind geblieben. Imposant, aber nicht für alle interessant war der Festzug mit rund 8000 Pfadern in Lugano. Der Aufwand für die Führer war gross. Der Materialrücktransport erwies sich für die SBB als sehr aufwendig und kompliziert; das Material (nass verpackt) musste einer gründlichen Revision unterzogen werden. Einzelne Gruppenzelte konnten trotze Grosseinsatz von Müttern und Pfadern nur durch den Lieferanten wieder gebrauchsfähig erstellt werden.
(-Pongo)


***1949 ***

Vom erfolgreichen Pfaderabend am 2. Januar berichtete der "Sarganserländer" nur positiv.
Der Georgstag wurde würdig gefeiert.
Der kant. Führertag in Buchs vom 2./3. Juli gab zu reden. Grosser Aufwand - Ertrag ??
Das SOLA fällt mangels Interessenten und Lagerplatz aus.
Die Roverrotte "Eisen" nimmt am Zürcher-Orientierungslauf teil. Geheimnisvoll geben sich die Organisatoren (Antreten Hauptbahnhof Zürich - Extrazug an den Zürichsee - Aussteigen auf offenem Feld im Raum Wädenswil/Richterswil).
In der Kategorie mit VU-Leiter im 24. Rang von 28 rangierten Gruppen. Die grosse Teilnehmerzahl beeindruckte, die Spannung war gross, der Lauf interessant.
Die Roverrotte "Erz" ist aktiv. Am 26. Juni findet die "Tour Gonzen" statt, die im Protokoll- und Kundschaftsbuch köstlich beschrieben ist.
Am 30/31. Juli verbringen die Rover mit den Velos eine Wochenende in Wesen
(-Pongo)


*** 1950 ***

Der Pfaderabend am 8. Januar war für alle eine Erlebnis.
Die kant. Delegiertenversammlung gab neue Impulse und Verbindungen.
Am kant. Führertag vom 2./3. Juli in Appenzell fehlte ich einmal mehr (längerer Militärdienst).
Das SOLA in Immensee vom 24. Juli bis 2. August leitete Albert Regli/Schnarch. Beim Besuch über das Wochenende konnte ich gute Laune, zufriedene Gesichter und eine "Lagerkatze" feststellen.
Auf Ende Jahr trete ich als Abteilungsleiter zurück. Es war eine schöne interessante Zeit, die mir für mein späteres Leben viel gegeben hat. Ich danke allen, die mir Gelegenheit für diese Lebenserfahrung geboten und mich unterstützt haben, herzlich. Vieles kann erst im Nachhinein als positiv bewertet werden.

Neuer AL wurde Johann Kocherhans/Bär
(- Pongo)

Roverreise nach Deutschland
Unsere Roverreise über München, Nürnberg zur stigmatisierten Theresia von Konnerreuth und zurück über Regensburch und München steht nicht im Protokollbuch. Der Bischof von Basel, Franziskus von Streng, hatte uns eine Empfehlung mitgegeben, sodass wir dieser einfachen Frau, die Wundmahle Christi trug, einen Besuch abstatten durften. Nur werd zu wenig Glauben hat, hat Wunder nötig, mussten wir uns im Nachhinein etwas beschämt eingestehen. Es war eine heilsame Lehre. Wir halfen auch im Schutt des ausgebombten Nürnberg wertvolle Fragmente für den Wiederaufbau zu suchen. Diese waren rund um die zerstörte Liebfrauenkirche reichlich vorhanden. In den Bauhütten wurden diese Körperteile als Vorlage genommen oder wieder eingebaut.
Als Chef Logistik begleitete uns Angelika Gerschwiler/Pippo. In München besuchten wir Schweizer Jesuiten, die damals in der Schweiz nicht praktizieren durften und bauten mit ihnen im Hofbräuhaus ein tolles fest
(-Hadschi)

1951-1959



1951

30.03
Das Jungmannschaftslokal am Kirchplatz wir renoviert. Das kostet unsere Kasse Fr. 100.-
15.05
Vennerkurs in Buchs: Otmar Kocherhans, Hans Horlacher und Paul Peter
08.09
Kant. Pfadertag in Degersheim, 17 Teilnehmer. Besonderheit: dunkel neblig beim Patroullien Lauf Peter Riva läuft in einen Stacheldraht und muss zum Arzt
16.-18.7
Wochenendlager im Stollen Schwarzenberg, 11 Teilnehmer


*** 1952 ***

27.01
Pfadiabend im Hotel Post. Theater "Haltet den Dieb" und Tombola. Reingewinn Fr. 727.95.

06.-14.8
SOLA Weisstannen 19 Teilnehmer. Lagerleiter Otmar Kocherhans/Lux und Kaplan Paul Rüst. Lagerbeitrag Fr. 18.- Unter den Einnahmen Fluchgeld Fr. 3.20. Wette: Peter Tscherfinger/Tschäteri badet für Fr. -.50 in der kalten Seez

26.08
Kant. Führertag in Herisau, 5 Teilnehmer

30/31.08
Kant. Pfadertag in Heiden, 19 Teilnehmer. Fahrt mit der Rorschach-Heiden-Bahn


*** 1953 ***

03.01.
Schlittelrennen: von Prod übers Reservoir zum Schloss. Zeitnehmer Beat Broder. Igel muss mit einem fremden Schlitten fahren, den es ihm beim Reservoir "zusammenlegt". Achtung was für Preis: Block Fr. .-60, Massstab Fr. -65, Spitzer Fr. -.80

18.04
Wolfsausflug

5./6. 09
Kant. Pfadertag in Bad-Balgach, 20 Teilnehmer. Kaum auf dem Lagerplatz angelangt, stiegen zwei Pfader auf den nahe gelegenen Zwetschgenbaum und wurden durch einen Lagerpolizisten erwischt. Aus war’s mit Punkten in Ordnung und Disziplin


*** 1954 ***

24.01
Pfadfinderunterhaltung im Hotel Post. Theater und Tombola. Reingewinn Fr. 704.50

8/9.05
Vennerkurs: Jakob Widrig, Fritz Trost, Josef Bütler und Franz Bugg

19./20.07
Kant Führertag in Sargans, von unserer Abteilung organisiert. Lagerplatz Markthalle. Fahnenmast von Baugeschäft Zindel. Lagerfeuerplätze: Passati, Wachterplätzli, "Lauituole". Pfadergottesdienst am Sonntag in der Kirche mit Kaplan Rüst. Pfarrer Pfiffner schaut etwas schräg.
Aus Getränke und Nussgipfelverkauf schauen Fr. 208.70 heraus. Das gibt einen Zustupf an ein neues Zelt

06.-14.08
SOLA Schwende-Weissbad AI, 18 Teilnehmer. Lagerleiter: Otmare Kocherhans/Lux und Kaplan Paul Rüst.
Episoden: Ein Pfader, dem das Essen und der Lagerbetrieb nicht behagte, erhielt das Retourbillet und durfte heimreisen. Wegen mangelnder Disziplin und Nichteinhalten der Nachtruhe wurde eine Strafmarsch nach Appenzell angeordnet. Ein Pfader wurde so zornig, dass er zum Truppführer sagte, er wünsche ihm den Tod.

20.08
Josef Fischer/Hadschi heiratet. Für ihn  wird eine Messe für Fr. 2.- gelesen


*** 1955 ***

15.04
H.H. Pfarrer Pfiffner feiert das 25-jährige Priesterjubiläum. Die kath. Jungmannschaft und die Pfader überreichen ihm eine Kelchgarnitur

15./16.05
Vennerkurs in Buchs: 7 Teilnehmer unter Truppführer Felix Kocherhans/Igel

28.05
Schweiz. Delegiertenversammlung in Aarau: Aus der Abteilung nimmt AL Bär als Delegierter des Kantonalverbandes teil.
In Flums findet ein regionaler Pfadertag statt. Es nehmen 26 Pfader teil

24.11
Wolfsausflug Unterterzen-Tannenboden-Flums, 15. Teilnehmer. Leitung: Beatrix Stucky


*** 1956 ***

15.04.
Pfadiunterhaltung im Hotel Post. Auszug aus Abrechnung: 600 Lose à Fr. -. 40 mit 60 Treffern im Gesamtwert von Fr. 120.- Bewilligungstaxe 20.-. Reingewinn aus Tombola und Theater Fr. 247.10. Die Gemeinde erlässt und die Vergnügungssteuer.

5. Bundeslager 1956   25. Juli bis 2. August
19 Teilnehmer. Leitung: Johann Kocherhans Bär und Kaplan Rüst. Wir waren im Unterlager "Gruère" in Saignelégier eingeteilt und hier wiederum im Sektor Erste Hilfe, was uns verschiedentlich nützlich war Unsere Kennziffer: 79.631.
Lagerzeitung "le canasson".
Vergleichszahlen: Lagerbeitrag Fr. 30.- pro Teilnehmer. Aus der Abteilungskasse Fr. 500.-, vom Kantonalverband Fr. 20.-. Das Bahngeld wurde zurückerstattet. Weitere Einnahmen: Für Zelt beschädigen Fr. 5, Fluchgeld Fr. 7.40, was dem Kaplan den Spitznamen "5-er Päuli" eintrug.
Das Lager wurde etwas vom Wetter beeinträchtig. Zeitraubend waren auch die langen Verbindungswege. Die Lagerbusse waren ständig überfüllt. Billet lösen für den Ausflug nach Marin in Saignelégier, eine Halbtagesreise. Viel Zeit beanspruchte auch der tägliche Lebensmitteleinkauf: Bis 17.30 Uhr Bestellung abgeben, morgens früh abholen.
Mit grossem Stolz erwarben einige Pfader das Verkehrsspezialisten-Abzeichen. Ein Besuch bei den Melsern im Camp Rouge Terre verlief leider negativ, da unsere Oberländer Nachbarn auch irgendwo unterwegs waren. Eindrücklich war am Sonntag der grosse Feldgottesdienst. Ein weiterer Höhepunkt hätte die 1. August Feier werden sollen, am Fernsehen übertragen. Wenn wir sonst fast Wassermangel hatten, ist diese Feier buchstäblich "versoffen". Ich sah mich genötigt, einen jüngeren und älteren Pfader miteinander aus der Arena schleichen zu lassen und den Weg in unser Zeltlager anzutreten. Einige verirrten sich in eine Beiz. Am 2. August frühe Tagwache, Abbruch und Heimreise. Alles in allem ein sehr eindrückliches Lager.


*** 1957 ***

30.05
Roverkurs: 3 Teilnehmer mit Jakob Widrig

08.09.
Kant. Führertag in Uznach, 6 Teilnehmer.

21./22.09
Kant. Rovertag in St. Gallen-Haggen, 6 Teilnehmer aus dem Roverbanner "Gonzen"

11.12
Klausabend der Wölfe


*** 1958 ***

23.03
Unser langjähriger Präses Kaplan Rüst wird zum Pfarrer in Haslan AI gewählt. Von unserer Abteilung wird ihm ein Georgsteller mit Gravur überreicht. Zusammen mit der Jungmannschaft nimmt eine Delegation mit Fahne an den Einsetzungsfeierlichkeiten teil.

31.05
Richard Wohlwend/Chnurri heiratet. Ihm wird in der Abteilunszeitung OSSA gratuliert.

31.05/1.6
Roverführertag in Buchs: Niklaus Good, Pius Bigger, Robert Bizozzero.

01.06
Die Bekleidungsstelle verwaltet jetzt Hedwig Kocherhans, das Kassierwesen übernimmt Elternrat Josef Niederberger.

28?./29.06
Kant. Führertag in Bad Ragaz, 8 Teilnehmer

13.07. Abteilungsübung

01.08
Die Abteilung erhält einen neuen Präses in der Person von Kaplan Dr. Joseph Romer, ein hochgebildeter Theologe.

04.08.
Ankauf eines Gruppen Zeltes (Spatz, ein alt bewährtes Zelt) für Fr. 278.-

30./31.08
Kant Pfadertag in Walenstadt, 23 Teilnehmer. In Lagerordnung und Disziplin 2. Rang, in Lagerbau 8. Rang


*** 1959 ***

25./26.04.
Schweizerische Delegiertenversammlung in Montreux. Lux als Delegierter des Kantonalverbandes

02/03.05
Kant. Roverführertag in Teufen, besucht von Otmar Kocherhans/Lux

24.05
Georgslauf der Abteilung

04.10.
Für die verschiedenen Stufenleiter ist ein Prüfungsreglement mit zusätzlichen Anweisungen ausgearbeitet worden, um so die Kandidaten besser vorbereiten zu können

15.10.
Einzug der Passivbeiträge: 90 Mitglieder

15.11
Herbstübung der Abteilung als Vorbereitung für die JP- und P-Prüfungen. Mithilfe der 12-köpfigen Roverrotte.

Sommerlager 1959 Leu-Alp   21. Juli - 4. August
Durch Beziehungen zwischen Kaplan Romer und Frau Suter kamen wir zu diesem Lagerplatz bei Weissbad AI.
Besonderheiten: Ein "Afrikaner" als Koch. Leo Gerschwiler Gögg hat Heimaturlaub und betätigt sich als Koch. "Fastpfarrer" Albert Raimann ist ebenfalls im Lager tätig. Frau Suter macht natürlich ebenfalls ihren Einfluss geltend. Dann sind weitere "Halbstudierte" anwesend. Lagerleiter Otmar Kocherhans/Lux hat keinen Einfachen Stand.
Technische Besonderheiten: Anmarschwege ziemlich kompliziert. Bahn bis Weissbad, zu Fuss bis zum Restaurant und weiter bis auf die Alp. Materialtransport mit Franz Anrig (Jeep und Anhänger) bis zum Restaurant, dann mit Ross und Zweiräder bis zur Alp.
Während des Lagers und auch später in der Rückblende zeichneten sich einige Spannungen ab zwischen geistlicher und technischer Leitung Uns fehlte das nötige Vertrauen in den neuen geistlichen Leiter, was sich auch im materiellen Bereich zeigte (keine Lagerabrechnung). Es sollte im ganzen Betrieb eine weiche Welle gestartet werden, was nicht unbedingt unsere Spezialität war.

1960 - 1966


*** 1960 ***

03.01
Im Hotel Post findet der Theaterabend "Darzitius in Moskau" mit Tombola statt. Reingewinn Fr. 545.10

20.03
Kantonale Delegiertenversammlung in St. Gallen. Teilnehmer: Beda Kocherhans/Mutz, Peter Horlacher/Rias und Heiri Ackermann/Spitz.

27.03 Abteilungsübung

15.05
In der Abteilungszeitung OSSA stellte sich die neue Leitung vor: Präses Kaplan Dr. Joseph Romer, AL Hans Hobi, AL-Stv. Max Müller.
Nach dem Tod von Präsident Anton Stucky setzt sich der Elternrat neu zusammen: Präsident Josef Broder/Konjev, Vize-Präsident Alexander Good/Zorro, Kassier Josef Niederberger, Beisitzer Kassian Tscherfinger.
Frau Maria Flury-Livers betreut mit viel Fleiss und Umsicht neu die Materialstelle

11./12.06
Roverweekend auf St. Georgen ob Berschis mit Präses Kaplan Joseph Romer, AL Hans Hobi und Rottmeister Franz Bugg/Falk

21.06
Kant. Führertag Degersheim, 14 Teilnehmer

15.07.
Erwerb eines Gruppenzeltes für Fr. 350.- und eines Kochkessels für Fr. 55.-

18.-30.7 Sommerlager Alvaneu Bad,
38 Teilnehmer. Leitung: AL Hans Hobi, Max Müller.

27.11
Die Gebrüder Kocherhans erklären den Austritt aus der Abteilung


*** 1961 ***

16.04
Im Hotel Post findet wieder ein Familienabend statt.

03.06
Kant. Führertag in Appenzell, 8 Teilnehmer mit AL Hans Hobi

01.07
Das Korpsmaterial für Fr. 5000 (Küchengeräte, Zelte, Beile, Pickel usw.) wird neu versichert.

07.07
Es werden 2 Occasions-Speiseträger für Fr. 160 und Fr. 50 erworben.

16.-29.07
Sommerlager in Monbiel bei Klosters, 34 Teilnehmer. Leitung Hans Hobi. Ausflüge Davos-Sertig-Dörfli

16.12.
Roverübung zum Kartenlesen mit dem Velo


*** 1962 ***

25.02
Roverführertag in St. Gallen: Peter Horlacher

23.03
Wolfsführertag: Heiri Ackermann, Peter Bigger.

23.03
Kreuzwegandacht der Rover zum Erzbild mit Kaplan Josef Heule, 7 Teilnehmer.

24./25.03
Interski-Skiweekend der Rover auf Malbun FL, 6 Teilnehmer. Im 6. Rang im Ski- und Langlauf-Wettkampf bei 8 teilnehmenden Gruppen aus dem Kantonalverband.

01.05
Aus der Abteilungszeitung ist zu ersehen, dass die zwei Wolfsmeuten Baloo und Kaa je ca. 20 Wölfe beinhalten und von den Führerinnen Radau und Wanze geleitet werden.
Die Truppleiter der Pfaderstufe, Heiri Ackermann/Spitz und Peter Albrecht/Cobra, betreuen die Gruppen Uhu mit Venner Clemens Helbling, Hirsch mit Niklaus Fluri, Orion mit Fredi Wüst und Adler mit Hans Köppel.
Im Roververzeichnis sind Fridolin Broder, Emil Albrecht, Heinz Häubi, René Derungs, Roman Flury und Alex Pfiffner aufgeführt.
Als neuer Abteilungsleiter zeichnet Jakob Widrig/Specht verantwortlich, als Präses neu Kaplan Josef Heule.

12.05
Auf Initiative des AL und von Kurt Müller wird auf dem Schloss Sargans der Altpfadfinderverband St. Oswald erstmals gegründet. Obmann ist Alexander Good/Zorro, Aktuar Hans Kocherhans/Bär und Kassiererin Beatrix Stucky/Trixli

22.06
Pfadiabend mit dem Theater "Fremdi Fötzel".

23./24.06
Kant. Wolfstag in St. Gallen

16.-28.07
SOLA Sfazu GR (1. Mal)
42. Teilnehmer. Leitung Präses Kaplan Josef Heule, AL Jakob Widrig/Specht. Truppleiter: Heiri Ackermann/Spitz und Peter Bigger/Japs
Bergführer für unvergessliche Bergtouren im Maloja Gebiet (Coaz-Hütte, Forno-Hütte) Andreas Fausch.
Erstmaliger Aufbau der heute (1991) noch in Gebrauch stehender Feldküche von Peter Horlacher/Rias.

1./2.09.
Kant. Pfadertag in Bad Ragaz, 12 Teilnehmer

29./30.09
Ostschweiz. Roverschwert in Fläsch, 8 Teilnehmer in den Roten Gonzen I und II. Altpfadfinder von St. Oswald als Postenhelfer.

28.?10.
Interkantonaler Quartiermeisterkurs Baden und Wil:
Heidi Schwörer, Lisette Ackermann, Josef Willi, und Heiri Ackermann.


*** 1963 ***

31.05.
Gründung des Heimvereins der Pfadi St. Oswald auf dem Schloss Sargans mit 88 Mitgliedern.

01.+18.06.
Kauf der Bauparzelle Nr. 365 in der Passati mit total 807 m2 zum Preise von Fr. 4152.- für die Erstellung eines Pfadiheims. Erstes Projekt von Jakob Widrig kommt nicht zur Ausführung.

01.06
Stefan Wüst übernimmt das Kassieramt der Abteilung von Josef Niederberger. Die Pfadi hat ein Vermögen von total Fr. 2474.50.

22.07-03.08
SOLA Trin-Mulin, 31 Teilnehmer. Leitung: Präses Kaplan Josef Heule. Rover mit eigenem Programm (Nacht-OL usw.)

02.10
Als neuer Abteilungsleiter wird Franz Bugg/Falk eingesetzt. Es werden regelmässige Führer- und Venner-Höcks neu aufgenommen. Die Abteilung besteht aus 4 Wolfsrudeln mit Elisabeth Barbisch/Molly, Doris Bereiter/Jill, Marie-Teheres Wüst/Akela und Käthi Pfiffner/Tardy. 6 Pfadigruppen: Mingo mit Peter Tscherfinger, Uhu mit Clemens Helbling, Sperber mit Erich Benini, Orion mit Peter Wüst, Adler und Hirsch mit Josef Buggg.1 Roverrotte mit Heinz Häubi

14.12
Abteilungsübung auf Ratell, Prod und Vild. Postenlauf mit Prüfungsaufgaben. Elternrat und APV werden eingeladen.

27.12
Waldweihnacht mit Beförderung und Einsetzung der neuen Venner.


*** 1964 ***

01.08.
Übergabe der Abteilungsleitung von Franz Bugg/Falk an Felix Kocherhans/Igel.
Es bestehen nun noch 3 Wolfsrudel mit den Führerinnen Elisabeth Barbisch und Ruth Schwörer sowie 4 Pfadigruppen. Adler mit Walter Büsser, Hirsch mit Walter Nägeli, Uhu mit Clemens Helbling und Orion mit Erich Venini.
Roverrotte Erz mit Kurt Müller

11.07
Kauf eines Gruppenzeltes (Spatz, mit angenähtem Boden und mittelstabfreier Abstützung in der Mitte) für Fr. 428.-

12.11
Elternabend für die ganze Abteilung mir Messfeier und Dias vom SOLA Vermol.

29.11 Abteilungsübung

01.-09.08.
SOLA Vermol/Lutzboden, Wölfe und Pfader. Leitung: Pfarrer Jakob Pfiffner und Felix Kocherhans/Igel


*** 1965 ***

04.02
Altpapiersammlung  in Sargans: Total 10'475 kg à Fr -.05  = 523.75.

04.02
Wolfsführerkurs, besucht von Elisabeth Barbisch/Molly. Zweite Wolfsführerin: Judith Müller.

26.02.
Neue Gruppeneinteilung auf Pfaderstufe: 3 Gruppen, Adler mit Markus Poltéra, Hirsch mit Erich Venini, Uhu mit Clemens Helbling.

19./20.06
Georgslauf mit JP- und P-Prüfungen.

20.07
Kauf von 15 Infanterie-Spaten mit Futteral für total Fr. 22.50.

12.-23.07.
SOLA Gossau ZH infolge zuwenig Anmeldungen abgesagt. Ersatz durch ein Wochenend-Lager.

31.12.
Vermögensrechnung des Heimvereins der Abteilung: Total Vermögen Fr. 6'173.35.


*** 1966 ***

29.01. Abteilungsübung
12.03. Abteilungsübung
11.06. Georgstag

16.07.
Altpapiersammlung in Sargans: Total 8'125 kg à Fr. -. 04 = Fr. 325.-

01.05.
Neue Einteilung:
2 Wolfsrudel, Kotik mit Anton Eicher und Chill mit Fritz Grünenfelder.
3 Pfadigruppen, Adler mit Benno Walser, Uhu mit Lucius Flury und Hirsch mit Hansruedi Helbling.
2 Roverrotten, Eisen mit Peter Albrecht und Erz mit Niklaus Flury

31.12.
Altpapiersammlung in Sargans: Total 7'102 kg à Fr. .-04 = Fr. 290.-

Trupplied anno 1966
(Text: Igel, Melodie: An den Ufern des Mexico Rivers)
An dem Fusse des Berges aus Eisen
ziehn die Pfader so ruhig dahin.
Und sie sind ja so glücklich und zufrieden,
Weil auch sie so Pfader sind.

Sind im Tale des Rheines geboren,
Bei den Pfadern, da kenn ich mich aus.
Und wir haben im Grafenstädtchen
Unser altes Pfaderhaus.

Wenn am Abend die Feuer entflammen,
Dann lacht wieder dem Pfader sein Herz.
Dann träum'n wir von vergangenen Zeiten,
Von Oswald, von unserm Patron

Wenn ich einmal muss gehen ins Jenseits,
Wenn gekommen mein letzter Tag,
Dann gräbt mir, oh ihr Pfader, als Letztes,
Am Fusse des Gonzen mein Grab

1967-1976

(Abteilungsgeschichte von Bruno Willi/Specht

  • 1967
  • 1968
  • 1969
  • 1970
  • 1971
  • 1972
  • 1973
  • 1974
  • 1975
  • 1976

Es fällt mir schwer, nach 15 Jahren Distanz zu der aktiven Pfaderei "geschichtsträchtiges Material" aufzuarbeiten. Natürlich wurde ich durch die Aktivzeit während 15 Jahren in allen Stufen der Pfaderei (Ausnahme Raider, Rover) geprägt. Der Rückblick erfolgt aufgrund von persönlichem Erlebnissen oder Gegebenheiten, die vielleicht absolut nicht von grosser Bedeutung, für mich und die damalige Zeit jedoch einprägsam waren.
Die Rahmenbedingungen haben natürlich dazu geführt, dass wir relativ lange Zeit gemeinsam in der Pfadfinderabteilung St. Oswald tätig sein konnten.
Wir Führerinnen und Führer haben gemeinsam in den verschiedenen Funktionen ein Jahrzehnt mitgestaltet. Das war nur möglich, weil im Hintergrund ein Elternrat stand, der uns wohlwollend begleitete, immer auf unserer Seite stand und bei Problemen diskret die Aufgabe der Vermittlung wahr nahm (ER-Präsident Hans Becker).
Das Führerteam war auch in der Freizeit "ein Herz und eine Seele", ohne dass eine persönliche tiefere Beziehung die Teamfähigkeit störte. Dazu gehörte natürlich auch der Abteilungsleiter Felix Kocherhans/Igel, der offiziell das Geschehen leitete, uns aber immer mehr Führungsaufgaben und Verantwortung übertrug und sich deshalb auch immer mehr zurückzog. In diese Zeit fällt aber auch der intensive Kontakt zu der Familie Fausch, im speziellen zu Andreas. Es verging vermutlich keinen Monat, wo wir nicht mit einem gesuchten oder echten Vorwand den Kontakt zu ihm suchten.

Am 5. Februar 1970 wurde Bruno Willi/Specht vom Elternrat offiziell zum Abteilungsleiter und Nachfolger von Felix Kocherhans/Igel gewählt.


weiteres folgt....


Lagerliste 1941-1991


1941-1960
JAHR GEORGSLAUF WöLFE PFADER RAIDER ROVER/FüHRER

1941

21. April,  Georgstag, Gründung der Abteilung

31. August 
Kant. Pfadertag Wil

Führerkurs in Speicher

1942 

Regionallager in Walenstadt 
Georgstag Chur (mit St. Luzi Chur)

Winterlager Tannenboden

St. Georgstag, Chur 
Kant. Führertag in Gais

1943

Kant Pfadertag in St. Gallen

SOLA Vermol (mit "Seebuebe" Goldach)

Führertag in Teufen

1944

Kant Pfadertag in Altstätten

SOLA Lachen SZ

1945

Kant Pfadertag in Herisau

Führertag in Wattwil

1946

Kant Pfadertag in Gossau

SOLA Seebenalp

Führerlager

1947

Kant Pfadertag in Bad Ragaz

SOLA Paspels GR

1948

18. April, Georgstag 
Gründung der Wölfe und der Rover

Gründung der Wolfsmeute Hathi mit Rudel Baloo und Kaa

4. Bula in Trevano Lugano TI (Unterlager Adula)

Gründung des Roverbanners Gonzen mit Rotten Eisen und Erz 
erster Hock am 15. September

1949

Kant Pfadertag in Wattwil

kein SOLA  
Vennerkuse Heerbrugg

Führertag in Buchs

1950

SOLA Immensee

Führertag Appenzell  
Roverreise nach Deutschland

1951

Kant Pfadertag in Degersheim

SOLA Schwarzenberg ("im Stollen")

1952

Kant Pfadertag in Heiden

SOLA Weisstannen

Führertag in Herisau

1953

Kant Pfadertag in Bad Balgach

1954

SOLA Schwende /Weissbad

Führertag in Sargans

1955

Reg Pfadertag in Flums

1956

5. BULA in Saignelegier (Freiberge)

5. BULA in Saignelegier (Freiberge)

1957

SOLA Flums

Führertag in Uznach 
Rovertag St. Gallen

1958

Kant Pfadertag in Walenstadt

SOLA Walenstadt

Führertag in Bad Ragaz 
Rovertag Herisau

1959

Gauf Prod, Schloss, Lindli

SOLA Leu-Alp AI (Weissbad AI)

Rover-Führertag in Teufen

1960

SOLA Alvaneu-Bad GR

Führertag Degersheim 
Roverweek. Berschis

 


1961-1980
JAHR GEORGSLAUF WöLFE PFADER RAIDER ROVER/FüHRER

1961

Kant. Pfadertag in Degersheim

Führertag Degersheim 
Roverwekend Berschis

1962

Kant. Pfadertag in Bad Ragaz

Kant. Wolfstag in St. Gallen

SOLA Sfazu GR

Führertag in Appenzell

1963

Abteilungs Übung Schloss

SOLA Trinrin--Mulin GR

Roverschwert Ragaz 
Skiweekend Malbun

1964

SOLA Vermol Lutzboden

SOLA Vermol Lutzboden

Wanderlager

1965

SOLA Gossau ZH

SLA Gossau ZH

1966

6. BULA in Paspels Domleschg

6. BULA in Paspels Domleschg

1967

Gruppenlager Melserberg, Boswil

1968

SOLA Sfazu GR (2)

SOLA Sfazu GR (2)

1969

SOLA Steffisburg BE

SOLA Steffisburg BE

1970

SOLA Pany GR

SOLA Pany GR

1971

SOLA Blatten VS

SOLA Blatten VS

1. Brigermarsch

1972

HELA Degersheim SG

SOLA Unterägeri ZG

Lager am Neuenburgersee

1973

HELA Surin GR (bei Vrin, Lugnez)

SOLA Oberschan

Velotour Lager nach Sutz-Biel BE

1974

HELA Brugg AG

SOLA Sutz-Biel BE

1975

Oberschan

SOLA Sfazu GR (3)

SOLA Sfazu GR (3)

Weekend Altdorf 
Weekend Bergün 
Roverlager Biel

1976

Fläsch/Luziensteig

HELA Alt St. Johann

SOLA Niederwald VS

2 Brigermarsch

1977

Rheinau/Luziensteig

HELA Krians LU

SA Cumbels GR

26.. Okober 
Gründung der Raider Saarascht

1978

Zagg/Azmoos

HELA Luterbach SO

SOlA Giswil OW

1979

Vord. Ochsenberg

SOLA Hedingen ZH

SOLA Hedingen ZH

1980

Lanaberg/Zagg

HELA Unteriberg SZ

7. BULA in Bulle FR 
Unterlager 24

7. BULA in Bulle FR 
Unterlager 24

 
  


1981-2000
JAHR GEORGSLAUF WöLFE PFADER RAIDER ROVER/FüHRER

1981

Oberschan

HELA Jakobsbad AR

HELA Jakobsbad AR

PFILA  Luziensteig

3. Brigermarsch

1982

Rheinau Sargans

kein HELA 
Weekend im Gloggi

SOLA Zernez GR

PFILA  Vorsiez/Weisstannen

1983

Walenstadt

HELA Laupen BE

SOLA Bünzen AG

PFILA Lüsis

1984

Vilterserberg  
PFILA Walenstadt

SOLA Sfazu GR (4)

SOLA Sfazu GR (4)

Reg. PFILA Walenstadt

Reg. PFILA Walenstadt

1985

Luziensteig/ Hint. Ochsenberg

HELA Hüttikon ZH

SOLA Erlach BE

1986

Neues Pfadiheim

HELA Basel-Stadt

HELA Basel-Stadt

PFILA Ragazerberg

4. Brigermarsch

1987

Quinten

HELA Rieden SG

SOLA Bussy VD

PFILA Ragazerberg

1988

Zagg Azmoos

SOLA Stein am Rhein

SOLA Weissbad AR

PFILA Ragazerberg

1989

Tamons (Lutzihütte)

SOLA Steg ZH

SOLA Steg ZH

PFILA Ragazerberg

1990

Freudenberg

SOLA Steffisburg BE

SOLA Steffisburg BE

PFILA Ragazerberg

Führerweekend Zagg/Azmoos

1991

Buchs Schneggenbödeli

5 Brigermarsch

1992

1993

1994

BULA Napfgebiet

1995

1996

1997

1998

1999

HELA

Velo-SOLA 
Sargans- Bodensee-Sargans

2000

HELA Yverdon-les-Bains

sKala Eschenbach SG

2001

HELA Sedrun GR

HELA Sedrun GR

6. Brigermarsch

6. Brigermarsch

weiteres folgt... 


Unsere Abteilungsleiter

1941-1942

Alexander Good % Zorro

1943-1946

Franz Wochner % Chueri

1946-1947

Silvio Nauli
Stellvertreter 1946: Joseph Broder % Konjev

1948-1951

Franz Regli % Pongo

1952-1960

Johann Kocherhans % Bär

1960-1961

Hans Hobi

1962-1963

Jakob Widrig % Specht

1963-1964

Franz Bugg % Falk

1964-1969

Felix Kocherhans % Igel

1970-1976

Bruno Willi % Specht

1977-1979

Josef Grünenfelder % Pörpel

1980

Etienne Broder % Etoile

1981-1983

AL-Team:
- Thomas Good % Gootschi
- Daniel Moser % Bueli
- Karl Aschwanden % Chnochä

1984-1985

Thomas Good % Gootschi

1985-1988

Mathias Bugg % Chuli

1988-1991

Fredi Anrig % Kobold

1992-1993

Andreas Kühne % Yellow

1994-1996

Thomas Heeb % Jaguar

1996-2002

AL-Team:
- Christoph Duijts % Cent
-
Simon Zweifel % Titsch

2003-2004 Dario Eberhard % Haribo

Impressum

Herausgeber:                   Altpfadfinderverband St. Oswald Sargans

Gestaltung/Redaktion:     Mathias Bugg % Chuli
www-Auftritt.                   Christoph Duijts % Cent