Chronik der Pfadi St. Oswald Sargans
(geschrieben zum 50 Jahre Jubiläum, zusammengestellt von Mathias Bugg/Chuli)
- 50 Jahre Pfadi St. Oswald /Alexander Good %Zorro, Gründer AL
- viele Wege führen zum Ziel /Felix Kocherhans %Igel
- Lagerliste
- bisherige Abteilungsleiter
- Nachwort
- Impressum
Ein Halbjahrhundert ist bereits Geschichte-Vergangenheit! Im Gegensatz zur alten und ältesten Generation unserer Pfadiabteilung St. Oswald Sargans, die von der Erinnerung lebt, steht unsere jüngste mit den gleichen Idealvorstellungen, jedoch unter völlig anderen Lebens- und Umweltbedingungen mitten in ihrem eigenen Gegenwartsdenken und veränderten Zielvorstellungen, die es mit offenem Geist und Herzen zu beachten und zu fördern gilt. Wir alle - ob aktive oder ehemalige Abteilungszugehörige - sind aufgerufen, beseelten Anteil an der Fortentwicklung unserer mittlerweile 50 Jahre junggebliebenen Jubilarin zu nehmen: "Allzeit bereit!"
Freuen wir uns für und mit der jüngsten Generation unserer Pfadiabteilung St. Oswald über ihr beglückendes, leben - und naturnahes Wirken im Dienste unserer Jugend und am Nächsten - ihren beseelten Pfader - und Kameradschaftsgeist und ihren tatkräftigen Einsatz zum Gemeinwohl ihrer Gemeinschaft.
Allen bisherigen Mitverantwortlichen gebührt Dank und Anerkennung. Sie alle haben durch ihr persönliches Bemühen dazu beigetragen, unsere Abteilung auf- und auszubauen und - trotz dem Überangebot unserer Wohlfahrtsgesellschaft - ihre pfaderbische Zielsetzung und Aufgabe zu erfüllen - nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern!
Bleibt lediglich zu hoffen, dass unserer Pfadfinderabteilung St. Oswald Sargans auch fürderhin einer segensreichen und glücklichen Zukunft entgegenstehen kann. Das ist mein Jubiläumswunsch für unsere Abteilung St. Oswald!
In
treuer Verbundenheit
Alexander Good/Zorro
Gründermitglied und erster Abteilungsleiter
Vierzehn Mal erzitterten die Scheiben, danach beteten wir und verspiesen Gerstensuppe mit Bohnen, Stockreben und Polenta. Jedermann wurde vom einfachen Mahle satt. Hunger kannten wir nicht, aber auch keine Extras.
Jeden Mittag
um 12 Uhr flogen nämlich mit lautem Gekrach Steine aus
den Löchern der Festung Passati, die zum Kranz der Werke
Castels, St. Margrethenberg, Fläscherberg und Schollberg
gehörte. Man sprengte Raum für ein Artillerieregiment
in die Felsen. Das war die "Festung Sargans". Rundum
taten Soldaten Dienst!
Eine Messerschmitt flog mit einem Ton eines Bohrers beim Zahnarzt
über den Falknis und verfolgte ein anderes Flugzeug. Zwei
C-36 (ein Lizenzflugzeug des Messerschmitt) der Schweizer Flugwaffe
vom Algier und Gamidauer her veranlassten den deutschen Apparat,
Richtung Arlberg abzubiegen. "Hitlerbrut!" schrieen
wir mit geballter Faust!
Diese deutschen
Jagdflugzeuge verfolgten mich viele Nächte im Traum. Ich
stand im Städtli, sah einen solchen Jäger und er gleichzeitig
mich. Und nun konnte ich fliehen, mich winden und wenden wie
ich wollte, einer Riesenmücke gleich verfolgte die zu einem
Ungeheuer gewordenen Maschine mich, stiess zu und... Ich erwachte
im Schrecken. Jetzt, wo ihr den Golfkrieg selber erlebt habt,
könnt ihr diese Kinderangst am hautnahen Erlebnis verstehen?
Wir pflanzten in der Rheinau Kartoffeln, Mais und Gemüse
Tisch jede Familie, nach dem "Plan Wahlen" (Wahlen
war Bundesrat und verfügte, dass jede Familie sich an der
"Anbauschlacht" beteilige). Der Colorado-Käfer
und die Werren machten uns zu schaffen, sonst war das der friedlichste
Teil der Kriegsjahre.
Wen kann es wundern, wenn diese Umgebung uns prägte! Wer
überleben wollte, musste Schwarz/Weiss denken. Für
Toleranz war kein Platz. Zweimal dachten wir, der Krieg gehe
los. Selbst ein 12-jähriges Kind wie ich wusste, was es
dann zu tun hatte.
Ich hatte beispielsweise im unüberbauten Grossfeld mit
einer Gruppe weiterer Knaben Viehherden in Empfang zu nehmen
und ins Lugnez zu treiben, wo wir evakuiert worden wären.
Niemand weigerte sich, es ging ums Ganze!
Die
Abteilungsgründung
Kaplan Herbert war ein feiner, frommer und intelligenter Herr.
Vielleicht ist er darum nie Pfarrer geworden und bei uns Bengel
nicht angekommen. Dass die katholische Jugend nicht in die neutrale
Pfadi "Oberrhi" (gegründet im Herbst 1940) abwandern
würde, musste er eine Jungwacht gründen. Wir wollten
zur Pfadi, nicht zu den "Weihwasserfröschen"!
Kaplan Walther Wirz (Vulgo Brillenschlange) ersetzte Kaplan
Herbert, der in Weesen Spiritual eines Frauenklosters wurde.
Die Brillenschlange, gross, intellektuell, Theaterspieler, Spätberufener
bildete mit Alexander Good (Vulgo Zorro), einem ehemaligen Schweizergardisten,
das ideale Gespann, um die katholische Pfadfinderabteilung "St.
Oswald " mit Orangen Krawatten zu gründen und zu führen.
Wir waren Feuer und Flamme. Hitler hatte die Pfadfinder in seinem
"Weltreich" verboten. Wir wollten es ihm zeigen. Pfarrer
Gschwend wetterte von der Kanzel, wer in die Pfadi Oberrhi eintrete,
müsse nicht mehr in die Kirche kommen.
Die
Abteilung im Gründungsjahr 1941
In Mels bestand zu dieser Zeit noch keine eigene Abteilung.
Als "Trupp St. Martin" schlossen sich die Melser unserer
Pfadi an.
Am 6. Februar 1944 wurden sie selbständig und an der kant.
DV als "Abteilung St. Martin" mit 23 Aktiven und unter
dem neuen AL Arnold Ackermann, Ragnatsch, in den Kantonalverband
aufgenommen.
Erste
Anlässe und Lager
(Pongo)
Ich war stolz, Pfader werden zu dürfen. Die Anschaffungskosten
für die Ausrüstung bereiteten meinen Eltern etwas
Mühe, auch wenn für eine vollständige Ausrüstung
(ein Pfaderstock gehörte auch dazu) nur ungefähr 50
Franken ausgegeben werden musste. Zudem wurden "Textil-Coupons"
verlangt.
Laut persönlichem Ausweis trat ich am 25. Mai 1941 der
Abteilung St. Oswald bei. Die üblichen Prüfungen galt
es zu bestehen. Das noch vorhandene "Aufgebot" für
die JP Prüfung erinnert mich daran. Ich durfte als Jungvenner
und Venner die Gruppe Adler führen. Dankbar denke ich an
die Unterstützung und das Zusammensein mit Zorro und Kaplan
Wirz zurück. Leider wird das Verständnis für
die Probleme der Pfaderführer erst später voll bewusst;
mir erging es jedenfalls so Die OP-Prüfung, es war die
erste in der Abteilung, vergisst wohl kein Teilnehmer. Es war
streng. Im Regenwetter wurde mit selbstgesuchten Pflanzen eine
Suppe zubereitet. Ob alle Pilze geniessbar waren, konnte nicht
ermittelt werden. Die Suppe sollte in einer Kapelle gegessen
werden; es kam nicht dazu, stattdessen galt es, den Kapellenboden
zu reinigen (Missgeschick: Stolpern, Suppe am Boden)
Vennerkurs-Wochenende
auf Prod
Anlässlich eines Vennerkurs-Wochenendes wurde in einer
Messfeier im Erzbild die 1. Abteilungs-Standarte geweiht.
Vor der Kapelle stehen Abteilungsleiter Alexander Good/Zorro
und Kaplan Walther Wirz/Brillenschlange, unten rechts mit Hut
Elternratspräsident Anton Stucky.
Der Regen bot eine gute Angewöhnung an die Nacht in einem
Zelt. Lehre: Überlege genau, wo du dein Zelt aufschlägst.
Der "Propagandamarsch" durch die Stadt Wil war eindrücklich;
der Gruppenwettkampf am Sonntag interessant. Zum besseren Verständnis
einige Bemerkungen: Am 1. Posten hängt ein Strick an einem
Baum, ein Revolver, ein "Toter" liegen am Boden. War
es Selbstmord oder Mord? An einem anderen Posten kontrollierte
Kantonalfeldmeister Oesci Forrer die Uniform und die Ausweise.
Punktverluste waren programmiert; einige hatten (noch) keine
vollständige Uniform, von Ausweisen keine Ahnung. Man getraute
sich nicht zu fragen. Freude löste der Rang aus. (als "Adler
" 46. Rang von 74 Gruppen, als Abteilung im Lagerbau im
12. Rang! Das Diplom ist heute noch vorhanden).
Es fand ein
Winterlager in Flums-Tannenboden
mit 41 Teilnehmern statt. Als Ergänzung der üblichen
Ausrüstung war von jedem Pfader Holz mitzunehmen. Das störte
aber nicht, musste doch Holz zu allen Kursen und Übungen
im Jungmannschaftslokal mitgebracht werden. Brennholz war knapp.
Der Georgstag mit der Abteilung St.Luzi Chur
fand in Chur statt. Unser AL Zorro leitete diese Abteilung in
früheren Jahren. Einmal mehr glaubten wir an die Vorteile
der Stadtabteilungen, hatten die doch "so grosse"
Venner. Dass diese Annahme falsch war, habe ich erst später
erfahren.
Ein Hinweis auf die regelmässigen technischen Weisungen
des Abteilungsleiters an die Venner sei erlaubt; z.B. für
Vertrauen, Zuverlässigkeit, straffe Disziplin sind gefordert
und zu fordern. Zudem wird der "Zivilgruss" eingeführt
- Schlampi werden gestellt und der Venner "gerüffelt".
Es ist Stellung anzunehmen, wenn mit dem Vorgesetzten gesprochen
werden will.
Am 28. August fand in Walenstadt ein Regionallager
statt. Die Weisungen des AL an die Venner waren klar: Körpertraining,
Pfadertechnik, Hygiene, Rapportsystem muss besser funktionieren,
Beschaffung von Quartiermützen.
*** 1943 ***
Es fand ein
Vennerlager in Gais statt. Eindrucksvoll war das Referat von
Dr. Fritz Wartenweiler, der als Erwachsenenerzieher später
viele Bücher geschrieben und Vorträge gehalten hat.
Was sonst noch alles passierte, soll Erinnerung bleiben. Die
Disziplin der Venner und Jungvenner behagte Zorro offenbar gar
nicht.
Nachdem Alexander Good/Zorro im November 1942 als AL zurückgetreten
war, übernahm im April Franz Wochner/Chueri aus Walenstadt
die Abteilungsleitung.
Wie viele junge Sarganser verliess ich den Wohnort für
die Berufsausbildung. Der Samstag war bis 19 Uhr Arbeitstag,
was für mich einem Abbruch (Unterbruch) der Pfadertätigkeit
gleichkam
Das Sommerlager fand zusammen mit der Abteilung "Seebuebe
Goldach" in Vermol statt.
(-Pongo)
*** 1944/1945 ***
Das Sommerlager 1944 fand in Lachen SZ statt. Ich gehörte zur Gruppe Adler, später dann zu Uhu, die Werner Peter von der Untergasse führte.
Als im Mai
1945 die Kirchenglocken den Frieden verkündeten, waren
wir überglücklich. Die Siegermächte unterteilten
Deutschland in Zonen und gingen mit Marschallplan und dergleichen
an den Wiederaufbau. Ost und West schikanierten einander. Immer
wieder starben Menschen unter Kugeln im Machtgerangel.
Hatten wir während des Krieges Hitler gehasst, so hassten
wir jetzt Stalin. Amerika war gut (Kaugummi), Russland engstirniger
geworden. Die Welt hatte keinen Platz für Toleranz, wer
tolerant war, gehörte zum anderen Ufer. So verstand eigentlich
niemand die Botschaft Christi. Aber das kam uns nicht einmal
in den Sinn.
Der Komfort floss nur allmählich. So sahen wir erst Jahre
nach dem Frieden Niedel, Bananen und Datteln! Diese waren so
teuer, dass es höchstens zu Chlaus oder Weihnachten sehr
wenig gab.
Im August
zog Kaplan Walther Wirz nach Walenstadt, wo er sich wiederum
als Pfadileiter betätigte. Sein Nachfolger als Präses
wurde Kaplan Paul Rüst
(-Hadschi)
Silvio Nauli, aus Papels GR, übernahm die Abteilungsleitung von Franz Wochner/Chueri
Die Klagen
der Venner über gewisse, eher ältere Mitglieder, die
bei der Gruppenarbeit eher störend seien, veranlassten
mich zum Antrag, es sei eine Gruppe aus diesen "überflüssigen
Knochen" zu bilden, die ich leiten würde
Am 17. mai 1947 fand die Gründung dieser Gruppe "Orion"
statt. Es wurde ein Bombenerfolg! Wir waren eine Bande und eroberten
diverse Auszeichnungen. Den Zinnteller des kantonalen Pfadertages
Buchs (2. Rang) überlasse ich zum Jubiläum 1991 dem
Abteilungs-Archiv. Orion wurde zum Samen für die Roverstufe.
Orion bestand aus Walter Mullis (Coiffeurs), Kurt Gassmann (Lokiführers),
Hans Broder (Architekt) Bruno Locher (Metzgers) und Armin Bigger
(Tierdokters).
Unser Präses sah nicht mit besonderer Begeisterung, dass
wir enge Bande mit "Oberrhi" knüpften, aber mit
unseren Nachbarabteilungen, also mit "Oberrhi" und
"St. Martin Mels" fanden manche interessante Höcks
und Übungen statt.
(-Hadschi)
*** 1948 ***
Franz Regli/Pongo
übernahm neu die Abteilungsleitung. Die Vennerhöcks
erhielten ein Motto, die Ausbildung wurde neu gestaltet. Erstmals
wurde die Delegiertenversammlung des Verbandes Katholischer
Pfdfinder in Einsiedeln besucht.
Es wurden eine Wolfsmeute (wichtig für den Nachwuchs) und
eine Roverrotte (deren Bedeutung damals schon erkannt worden
ist) gebildet. Bei der Einführung und Ausbildung halfen
Wolfsführerinnen und Roverführer der Abteilung St.
Luzi Chur mit.
(-Pongo)
Gründung
der Rover: 17. April 1948
Im Banner "Gonzen" wurden 2 Rotten ins Leben gerufen.
Die Rotten "Erz" mit Josef Fischer/Hadschi und "Eisen"
mit Josef Broder/Konjev.
Am 17. April schwörten sich die Rover der Rotte "Erz"
ein. Mit vielen Geheimnissen wurde mitten in der Nacht eine
Urkunde, von Hadschi auf Pergamentpapier erstellt und nachweltrichtig
verpackt, mit den Unterschriften er anwesenden Rover versehen,
eingegraben.
Hadschi, Chnurri, Schnarch, Bär, Tarzan, Konjev und Pongo
wollten den Ort geheim halten. Wer wird die Urkunde wann und
unter welchen Umständen finden?
Das "Protokoll- und Kundschaftsbuch" der Rotte Erz
von 1948/49 gibt Auskunft über einige Unternehmen dank
dem Fleiss der beiden hervorragenden Aktuare Leo Gerschwiler/Gögg
und Hans Broder/Quick.
Die Kundschaften waren grössere Arbeiten, unter anderen
"Superarbeiten" von Richard Wohlwend/Chnurri über
Liechtenstein, Land und Fürstenaus; von Knopf über
Kapelle zu Bild und von Gögg über das Sarganserland
in alter Zeit.
Der Wimpel der Rotte Erz, den Hadschi selbst, wird am Nostalgie-Wochenende
1991 in das Abteilungsarchiv übergehen. Auf einem Stück
Leder ist das Wort "Erz - ein Drache von einem Schwert
durchbohrt - und das Roversignet abgebildet.
(- Hadschi und Pongo)
Das Roverlied
Nach der Melodie der alten schottischen Volksweise "should
auld acquaintance" ist im Roverlied je eine Strophe der
Rotte "Erz und der Rotte "Eisen" gewidmet- die
zusammen das Banner "Gonzen" bilden.
(-Hadschi)
Gründung
der Wölfe: 17. April 1948
Die wöchentliche Gewerbeschule in St. Gallen benutze ich
um mit Stufenführern (KWK, KRK) die Ausbildung für
die Leitung der Wölfe und Rover zu lernen und weiterzugeben.
Die Gründung der Wölfe erfolgte ebenfalls am 17. April.
Erste Wolfsführerinnen waren meine Schwester Magdalena
Fischer/Akela und Beatrix Stucky/Bagheera (sel.)
Georgslauf
1948
Am Georgslauf vom 18. April findet eine kleine Gedenkfeier (7
Jahre Abteilung St. Oswald) mit Jugendgottesdienst, Gruppenlauf,
Suppe und Spaghetti statt. Kritik in meinem persönlichen
Handbuch: freudig, normaler Verlauf, Pfader schwitzten
Bula 1948
Trevano/Lugano TI 26. Juli bis 4. August
Trotz anfänglich grosser Bedenken des Elternrates (wegen
der hohen Kosten von Fr. 46.-) wird die Teilnahme am Bundeslager
in Trevano beschlossen. Mit 18 Teilnehmern reisten wir Richtung
Tessin (die Gotthardbahn mit den vielen Kehrtunnels und den
11 Minuten im Tunnel galt als Erlebnis für die Teilnehmer).
Über das BULA berichtete Hadschi regelmässig im "Sarganserländer".
Die Zeitungsauschnitte belegen die Schönheiten dieses BULA's.
Das Motto "Pfadfinderjugend - glückliche Jugend"
war gut gewählt. Viele Erinnerungen sind geblieben. Imposant,
aber nicht für alle interessant war der Festzug mit rund
8000 Pfadern in Lugano. Der Aufwand für die Führer
war gross. Der Materialrücktransport erwies sich für
die SBB als sehr aufwendig und kompliziert; das Material (nass
verpackt) musste einer gründlichen Revision unterzogen
werden. Einzelne Gruppenzelte konnten trotze Grosseinsatz von
Müttern und Pfadern nur durch den Lieferanten wieder gebrauchsfähig
erstellt werden.
(-Pongo)
***1949 ***
Vom erfolgreichen
Pfaderabend am 2. Januar berichtete der "Sarganserländer"
nur positiv.
Der Georgstag wurde würdig gefeiert.
Der kant. Führertag in Buchs vom 2./3. Juli gab zu reden.
Grosser Aufwand - Ertrag ??
Das SOLA fällt mangels Interessenten und Lagerplatz aus.
Die Roverrotte "Eisen" nimmt am Zürcher-Orientierungslauf
teil. Geheimnisvoll geben sich die Organisatoren (Antreten Hauptbahnhof
Zürich - Extrazug an den Zürichsee - Aussteigen auf
offenem Feld im Raum Wädenswil/Richterswil).
In der Kategorie mit VU-Leiter im 24. Rang von 28 rangierten
Gruppen. Die grosse Teilnehmerzahl beeindruckte, die Spannung
war gross, der Lauf interessant.
Die Roverrotte "Erz" ist aktiv. Am 26. Juni findet
die "Tour Gonzen" statt, die im Protokoll- und Kundschaftsbuch
köstlich beschrieben ist.
Am 30/31. Juli verbringen die Rover mit den Velos eine Wochenende
in Wesen
(-Pongo)
*** 1950 ***
Der Pfaderabend
am 8. Januar war für alle eine Erlebnis.
Die kant. Delegiertenversammlung gab neue Impulse und Verbindungen.
Am kant. Führertag vom 2./3. Juli in Appenzell fehlte ich
einmal mehr (längerer Militärdienst).
Das SOLA in Immensee vom 24. Juli bis 2. August leitete Albert
Regli/Schnarch. Beim Besuch über das Wochenende konnte
ich gute Laune, zufriedene Gesichter und eine "Lagerkatze"
feststellen.
Auf Ende Jahr trete ich als Abteilungsleiter zurück. Es
war eine schöne interessante Zeit, die mir für mein
späteres Leben viel gegeben hat. Ich danke allen, die mir
Gelegenheit für diese Lebenserfahrung geboten und mich
unterstützt haben, herzlich. Vieles kann erst im Nachhinein
als positiv bewertet werden.
Neuer AL wurde
Johann Kocherhans/Bär
(- Pongo)
Roverreise
nach Deutschland
Unsere Roverreise über München, Nürnberg zur
stigmatisierten Theresia von Konnerreuth und zurück über
Regensburch und München steht nicht im Protokollbuch. Der
Bischof von Basel, Franziskus von Streng, hatte uns eine Empfehlung
mitgegeben, sodass wir dieser einfachen Frau, die Wundmahle
Christi trug, einen Besuch abstatten durften. Nur werd zu wenig
Glauben hat, hat Wunder nötig, mussten wir uns im Nachhinein
etwas beschämt eingestehen. Es war eine heilsame Lehre.
Wir halfen auch im Schutt des ausgebombten Nürnberg wertvolle
Fragmente für den Wiederaufbau zu suchen. Diese waren rund
um die zerstörte Liebfrauenkirche reichlich vorhanden.
In den Bauhütten wurden diese Körperteile als Vorlage
genommen oder wieder eingebaut.
Als Chef Logistik begleitete uns Angelika Gerschwiler/Pippo.
In München besuchten wir Schweizer Jesuiten, die damals
in der Schweiz nicht praktizieren durften und bauten mit ihnen
im Hofbräuhaus ein tolles fest
(-Hadschi)
1951
30.03
Das Jungmannschaftslokal am Kirchplatz wir renoviert. Das kostet
unsere Kasse Fr. 100.-
15.05
Vennerkurs in Buchs: Otmar Kocherhans, Hans Horlacher und Paul
Peter
08.09
Kant. Pfadertag in Degersheim, 17 Teilnehmer. Besonderheit:
dunkel neblig beim Patroullien Lauf Peter Riva läuft in
einen Stacheldraht und muss zum Arzt
16.-18.7
Wochenendlager im Stollen Schwarzenberg, 11 Teilnehmer
*** 1952 ***
27.01
Pfadiabend im Hotel Post. Theater "Haltet den Dieb"
und Tombola. Reingewinn Fr. 727.95.
06.-14.8
SOLA Weisstannen 19 Teilnehmer. Lagerleiter Otmar Kocherhans/Lux
und Kaplan Paul Rüst. Lagerbeitrag Fr. 18.- Unter den Einnahmen
Fluchgeld Fr. 3.20. Wette: Peter Tscherfinger/Tschäteri
badet für Fr. -.50 in der kalten Seez
26.08
Kant. Führertag in Herisau, 5 Teilnehmer
30/31.08
Kant. Pfadertag in Heiden, 19 Teilnehmer. Fahrt mit der Rorschach-Heiden-Bahn
*** 1953 ***
03.01.
Schlittelrennen: von Prod übers Reservoir zum Schloss.
Zeitnehmer Beat Broder. Igel muss mit einem fremden Schlitten
fahren, den es ihm beim Reservoir "zusammenlegt".
Achtung was für Preis: Block Fr. .-60, Massstab Fr. -65,
Spitzer Fr. -.80
18.04
Wolfsausflug
5./6. 09
Kant. Pfadertag in Bad-Balgach, 20 Teilnehmer. Kaum auf dem
Lagerplatz angelangt, stiegen zwei Pfader auf den nahe gelegenen
Zwetschgenbaum und wurden durch einen Lagerpolizisten erwischt.
Aus wars mit Punkten in Ordnung und Disziplin
*** 1954 ***
24.01
Pfadfinderunterhaltung im Hotel Post. Theater und Tombola. Reingewinn
Fr. 704.50
8/9.05
Vennerkurs: Jakob Widrig, Fritz Trost, Josef Bütler und
Franz Bugg
19./20.07
Kant Führertag in Sargans, von unserer Abteilung organisiert.
Lagerplatz Markthalle. Fahnenmast von Baugeschäft Zindel.
Lagerfeuerplätze: Passati, Wachterplätzli, "Lauituole".
Pfadergottesdienst am Sonntag in der Kirche mit Kaplan Rüst.
Pfarrer Pfiffner schaut etwas schräg.
Aus Getränke und Nussgipfelverkauf schauen Fr. 208.70 heraus.
Das gibt einen Zustupf an ein neues Zelt
06.-14.08
SOLA Schwende-Weissbad AI, 18 Teilnehmer. Lagerleiter: Otmare
Kocherhans/Lux und Kaplan Paul Rüst.
Episoden: Ein Pfader, dem das Essen und der Lagerbetrieb nicht
behagte, erhielt das Retourbillet und durfte heimreisen. Wegen
mangelnder Disziplin und Nichteinhalten der Nachtruhe wurde
eine Strafmarsch nach Appenzell angeordnet. Ein Pfader wurde
so zornig, dass er zum Truppführer sagte, er wünsche
ihm den Tod.
20.08
Josef Fischer/Hadschi heiratet. Für ihn wird eine
Messe für Fr. 2.- gelesen
*** 1955 ***
15.04
H.H. Pfarrer Pfiffner feiert das 25-jährige Priesterjubiläum.
Die kath. Jungmannschaft und die Pfader überreichen ihm
eine Kelchgarnitur
15./16.05
Vennerkurs in Buchs: 7 Teilnehmer unter Truppführer Felix
Kocherhans/Igel
28.05
Schweiz. Delegiertenversammlung in Aarau: Aus der Abteilung
nimmt AL Bär als Delegierter des Kantonalverbandes teil.
In Flums findet ein regionaler Pfadertag statt. Es nehmen 26
Pfader teil
24.11
Wolfsausflug Unterterzen-Tannenboden-Flums, 15. Teilnehmer.
Leitung: Beatrix Stucky
*** 1956 ***
15.04.
Pfadiunterhaltung im Hotel Post. Auszug aus Abrechnung: 600
Lose à Fr. -. 40 mit 60 Treffern im Gesamtwert von Fr.
120.- Bewilligungstaxe 20.-. Reingewinn aus Tombola und Theater
Fr. 247.10. Die Gemeinde erlässt und die Vergnügungssteuer.
5. Bundeslager
1956 25. Juli bis 2. August
19 Teilnehmer. Leitung: Johann Kocherhans Bär und Kaplan
Rüst. Wir waren im Unterlager "Gruère"
in Saignelégier eingeteilt und hier wiederum im Sektor
Erste Hilfe, was uns verschiedentlich nützlich war Unsere
Kennziffer: 79.631.
Lagerzeitung "le canasson".
Vergleichszahlen: Lagerbeitrag Fr. 30.- pro Teilnehmer. Aus
der Abteilungskasse Fr. 500.-, vom Kantonalverband Fr. 20.-.
Das Bahngeld wurde zurückerstattet. Weitere Einnahmen:
Für Zelt beschädigen Fr. 5, Fluchgeld Fr. 7.40, was
dem Kaplan den Spitznamen "5-er Päuli" eintrug.
Das Lager wurde etwas vom Wetter beeinträchtig. Zeitraubend
waren auch die langen Verbindungswege. Die Lagerbusse waren
ständig überfüllt. Billet lösen für
den Ausflug nach Marin in Saignelégier, eine Halbtagesreise.
Viel Zeit beanspruchte auch der tägliche Lebensmitteleinkauf:
Bis 17.30 Uhr Bestellung abgeben, morgens früh abholen.
Mit grossem Stolz erwarben einige Pfader das Verkehrsspezialisten-Abzeichen.
Ein Besuch bei den Melsern im Camp Rouge Terre verlief leider
negativ, da unsere Oberländer Nachbarn auch irgendwo unterwegs
waren. Eindrücklich war am Sonntag der grosse Feldgottesdienst.
Ein weiterer Höhepunkt hätte die 1. August Feier werden
sollen, am Fernsehen übertragen. Wenn wir sonst fast Wassermangel
hatten, ist diese Feier buchstäblich "versoffen".
Ich sah mich genötigt, einen jüngeren und älteren
Pfader miteinander aus der Arena schleichen zu lassen und den
Weg in unser Zeltlager anzutreten. Einige verirrten sich in
eine Beiz. Am 2. August frühe Tagwache, Abbruch und Heimreise.
Alles in allem ein sehr eindrückliches Lager.
*** 1957 ***
30.05
Roverkurs: 3 Teilnehmer mit Jakob Widrig
08.09.
Kant. Führertag in Uznach, 6 Teilnehmer.
21./22.09
Kant. Rovertag in St. Gallen-Haggen, 6 Teilnehmer aus dem Roverbanner
"Gonzen"
11.12
Klausabend der Wölfe
*** 1958 ***
23.03
Unser langjähriger Präses Kaplan Rüst wird zum
Pfarrer in Haslan AI gewählt. Von unserer Abteilung wird
ihm ein Georgsteller mit Gravur überreicht. Zusammen mit
der Jungmannschaft nimmt eine Delegation mit Fahne an den Einsetzungsfeierlichkeiten
teil.
31.05
Richard Wohlwend/Chnurri heiratet. Ihm wird in der Abteilunszeitung
OSSA gratuliert.
31.05/1.6
Roverführertag in Buchs: Niklaus Good, Pius Bigger, Robert
Bizozzero.
01.06
Die Bekleidungsstelle verwaltet jetzt Hedwig Kocherhans, das
Kassierwesen übernimmt Elternrat Josef Niederberger.
28?./29.06
Kant. Führertag in Bad Ragaz, 8 Teilnehmer
13.07. Abteilungsübung
01.08
Die Abteilung erhält einen neuen Präses in der Person
von Kaplan Dr. Joseph Romer, ein hochgebildeter Theologe.
04.08.
Ankauf eines Gruppen Zeltes (Spatz, ein alt bewährtes Zelt)
für Fr. 278.-
30./31.08
Kant Pfadertag in Walenstadt, 23 Teilnehmer. In Lagerordnung
und Disziplin 2. Rang, in Lagerbau 8. Rang
*** 1959 ***
25./26.04.
Schweizerische Delegiertenversammlung in Montreux. Lux als Delegierter
des Kantonalverbandes
02/03.05
Kant. Roverführertag in Teufen, besucht von Otmar Kocherhans/Lux
24.05
Georgslauf der Abteilung
04.10.
Für die verschiedenen Stufenleiter ist ein Prüfungsreglement
mit zusätzlichen Anweisungen ausgearbeitet worden, um so
die Kandidaten besser vorbereiten zu können
15.10.
Einzug der Passivbeiträge: 90 Mitglieder
15.11
Herbstübung der Abteilung als Vorbereitung für die
JP- und P-Prüfungen. Mithilfe der 12-köpfigen Roverrotte.
Sommerlager
1959 Leu-Alp 21. Juli - 4. August
Durch Beziehungen zwischen Kaplan Romer und Frau Suter kamen
wir zu diesem Lagerplatz bei Weissbad AI.
Besonderheiten: Ein "Afrikaner" als Koch. Leo Gerschwiler
Gögg hat Heimaturlaub und betätigt sich als Koch.
"Fastpfarrer" Albert Raimann ist ebenfalls im Lager
tätig. Frau Suter macht natürlich ebenfalls ihren
Einfluss geltend. Dann sind weitere "Halbstudierte"
anwesend. Lagerleiter Otmar Kocherhans/Lux hat keinen Einfachen
Stand.
Technische Besonderheiten: Anmarschwege ziemlich kompliziert.
Bahn bis Weissbad, zu Fuss bis zum Restaurant und weiter bis
auf die Alp. Materialtransport mit Franz Anrig (Jeep und Anhänger)
bis zum Restaurant, dann mit Ross und Zweiräder bis zur
Alp.
Während des Lagers und auch später in der Rückblende
zeichneten sich einige Spannungen ab zwischen geistlicher und
technischer Leitung Uns fehlte das nötige Vertrauen in
den neuen geistlichen Leiter, was sich auch im materiellen Bereich
zeigte (keine Lagerabrechnung). Es sollte im ganzen Betrieb
eine weiche Welle gestartet werden, was nicht unbedingt unsere
Spezialität war.
*** 1960 ***
03.01
Im Hotel Post findet der Theaterabend "Darzitius in Moskau"
mit Tombola statt. Reingewinn Fr. 545.10
20.03
Kantonale Delegiertenversammlung in St. Gallen. Teilnehmer:
Beda Kocherhans/Mutz, Peter Horlacher/Rias und Heiri Ackermann/Spitz.
27.03 Abteilungsübung
15.05
In der Abteilungszeitung OSSA stellte sich die neue Leitung
vor: Präses Kaplan Dr. Joseph Romer, AL Hans Hobi, AL-Stv.
Max Müller.
Nach dem Tod von Präsident Anton Stucky setzt sich der
Elternrat neu zusammen: Präsident Josef Broder/Konjev,
Vize-Präsident Alexander Good/Zorro, Kassier Josef Niederberger,
Beisitzer Kassian Tscherfinger.
Frau Maria Flury-Livers betreut mit viel Fleiss und Umsicht
neu die Materialstelle
11./12.06
Roverweekend auf St. Georgen ob Berschis mit Präses Kaplan
Joseph Romer, AL Hans Hobi und Rottmeister Franz Bugg/Falk
21.06
Kant. Führertag Degersheim, 14 Teilnehmer
15.07.
Erwerb eines Gruppenzeltes für Fr. 350.- und eines Kochkessels
für Fr. 55.-
18.-30.7 Sommerlager
Alvaneu Bad,
38 Teilnehmer. Leitung: AL Hans Hobi, Max Müller.
27.11
Die Gebrüder Kocherhans erklären den Austritt aus
der Abteilung
*** 1961 ***
16.04
Im Hotel Post findet wieder ein Familienabend statt.
03.06
Kant. Führertag in Appenzell, 8 Teilnehmer mit AL Hans
Hobi
01.07
Das Korpsmaterial für Fr. 5000 (Küchengeräte,
Zelte, Beile, Pickel usw.) wird neu versichert.
07.07
Es werden 2 Occasions-Speiseträger für Fr. 160 und
Fr. 50 erworben.
16.-29.07
Sommerlager in Monbiel bei Klosters, 34 Teilnehmer. Leitung
Hans Hobi. Ausflüge Davos-Sertig-Dörfli
16.12.
Roverübung zum Kartenlesen mit dem Velo
*** 1962 ***
25.02
Roverführertag in St. Gallen: Peter Horlacher
23.03
Wolfsführertag: Heiri Ackermann, Peter Bigger.
23.03
Kreuzwegandacht der Rover zum Erzbild mit Kaplan Josef Heule,
7 Teilnehmer.
24./25.03
Interski-Skiweekend der Rover auf Malbun FL, 6 Teilnehmer. Im
6. Rang im Ski- und Langlauf-Wettkampf bei 8 teilnehmenden Gruppen
aus dem Kantonalverband.
01.05
Aus der Abteilungszeitung ist zu ersehen, dass die zwei Wolfsmeuten
Baloo und Kaa je ca. 20 Wölfe beinhalten und von den Führerinnen
Radau und Wanze geleitet werden.
Die Truppleiter der Pfaderstufe, Heiri Ackermann/Spitz und Peter
Albrecht/Cobra, betreuen die Gruppen Uhu mit Venner Clemens
Helbling, Hirsch mit Niklaus Fluri, Orion mit Fredi Wüst
und Adler mit Hans Köppel.
Im Roververzeichnis sind Fridolin Broder, Emil Albrecht, Heinz
Häubi, René Derungs, Roman Flury und Alex Pfiffner
aufgeführt.
Als neuer Abteilungsleiter zeichnet Jakob Widrig/Specht verantwortlich,
als Präses neu Kaplan Josef Heule.
12.05
Auf Initiative des AL und von Kurt Müller wird auf dem
Schloss Sargans der Altpfadfinderverband St. Oswald erstmals
gegründet. Obmann ist Alexander Good/Zorro, Aktuar Hans
Kocherhans/Bär und Kassiererin Beatrix Stucky/Trixli
22.06
Pfadiabend mit dem Theater "Fremdi Fötzel".
23./24.06
Kant. Wolfstag in St. Gallen
16.-28.07
SOLA Sfazu GR (1. Mal)
42. Teilnehmer. Leitung Präses Kaplan Josef Heule, AL Jakob
Widrig/Specht. Truppleiter: Heiri Ackermann/Spitz und Peter
Bigger/Japs
Bergführer für unvergessliche Bergtouren im Maloja
Gebiet (Coaz-Hütte, Forno-Hütte) Andreas Fausch.
Erstmaliger Aufbau der heute (1991) noch in Gebrauch stehender
Feldküche von Peter Horlacher/Rias.
1./2.09.
Kant. Pfadertag in Bad Ragaz, 12 Teilnehmer
29./30.09
Ostschweiz. Roverschwert in Fläsch, 8 Teilnehmer in den
Roten Gonzen I und II. Altpfadfinder von St. Oswald als Postenhelfer.
28.?10.
Interkantonaler Quartiermeisterkurs Baden und Wil:
Heidi Schwörer, Lisette Ackermann, Josef Willi, und Heiri
Ackermann.
*** 1963 ***
31.05.
Gründung des Heimvereins der Pfadi St. Oswald auf dem Schloss
Sargans mit 88 Mitgliedern.
01.+18.06.
Kauf der Bauparzelle Nr. 365 in der Passati mit total 807 m2
zum Preise von Fr. 4152.- für die Erstellung eines Pfadiheims.
Erstes Projekt von Jakob Widrig kommt nicht zur Ausführung.
01.06
Stefan Wüst übernimmt das Kassieramt der Abteilung
von Josef Niederberger. Die Pfadi hat ein Vermögen von
total Fr. 2474.50.
22.07-03.08
SOLA Trin-Mulin, 31 Teilnehmer. Leitung: Präses Kaplan
Josef Heule. Rover mit eigenem Programm (Nacht-OL usw.)
02.10
Als neuer Abteilungsleiter wird Franz Bugg/Falk eingesetzt.
Es werden regelmässige Führer- und Venner-Höcks
neu aufgenommen. Die Abteilung besteht aus 4 Wolfsrudeln mit
Elisabeth Barbisch/Molly, Doris Bereiter/Jill, Marie-Teheres
Wüst/Akela und Käthi Pfiffner/Tardy. 6 Pfadigruppen:
Mingo mit Peter Tscherfinger, Uhu mit Clemens Helbling, Sperber
mit Erich Benini, Orion mit Peter Wüst, Adler und Hirsch
mit Josef Buggg.1 Roverrotte mit Heinz Häubi
14.12
Abteilungsübung auf Ratell, Prod und Vild. Postenlauf mit
Prüfungsaufgaben. Elternrat und APV werden eingeladen.
27.12
Waldweihnacht mit Beförderung und Einsetzung der neuen
Venner.
*** 1964 ***
01.08.
Übergabe der Abteilungsleitung von Franz Bugg/Falk an Felix
Kocherhans/Igel.
Es bestehen nun noch 3 Wolfsrudel mit den Führerinnen Elisabeth
Barbisch und Ruth Schwörer sowie 4 Pfadigruppen. Adler
mit Walter Büsser, Hirsch mit Walter Nägeli, Uhu mit
Clemens Helbling und Orion mit Erich Venini.
Roverrotte Erz mit Kurt Müller
11.07
Kauf eines Gruppenzeltes (Spatz, mit angenähtem Boden und
mittelstabfreier Abstützung in der Mitte) für Fr.
428.-
12.11
Elternabend für die ganze Abteilung mir Messfeier und Dias
vom SOLA Vermol.
29.11 Abteilungsübung
01.-09.08.
SOLA Vermol/Lutzboden, Wölfe und Pfader. Leitung: Pfarrer
Jakob Pfiffner und Felix Kocherhans/Igel
*** 1965 ***
04.02
Altpapiersammlung in Sargans: Total 10'475 kg à
Fr -.05 = 523.75.
04.02
Wolfsführerkurs, besucht von Elisabeth Barbisch/Molly.
Zweite Wolfsführerin: Judith Müller.
26.02.
Neue Gruppeneinteilung auf Pfaderstufe: 3 Gruppen, Adler mit
Markus Poltéra, Hirsch mit Erich Venini, Uhu mit Clemens
Helbling.
19./20.06
Georgslauf mit JP- und P-Prüfungen.
20.07
Kauf von 15 Infanterie-Spaten mit Futteral für total Fr.
22.50.
12.-23.07.
SOLA Gossau ZH infolge zuwenig Anmeldungen abgesagt. Ersatz
durch ein Wochenend-Lager.
31.12.
Vermögensrechnung des Heimvereins der Abteilung: Total
Vermögen Fr. 6'173.35.
*** 1966 ***
29.01. Abteilungsübung
12.03. Abteilungsübung
11.06. Georgstag
16.07.
Altpapiersammlung in Sargans: Total 8'125 kg à Fr. -.
04 = Fr. 325.-
01.05.
Neue Einteilung:
2 Wolfsrudel, Kotik mit Anton Eicher und Chill mit Fritz Grünenfelder.
3 Pfadigruppen, Adler mit Benno Walser, Uhu mit Lucius Flury
und Hirsch mit Hansruedi Helbling.
2 Roverrotten, Eisen mit Peter Albrecht und Erz mit Niklaus
Flury
31.12.
Altpapiersammlung in Sargans: Total 7'102 kg à Fr. .-04
= Fr. 290.-
Trupplied
anno 1966
(Text: Igel, Melodie: An den Ufern des Mexico Rivers)
An dem Fusse des Berges aus Eisen
ziehn die Pfader so ruhig dahin.
Und sie sind ja so glücklich und zufrieden,
Weil auch sie so Pfader sind.
Sind im Tale
des Rheines geboren,
Bei den Pfadern, da kenn ich mich aus.
Und wir haben im Grafenstädtchen
Unser altes Pfaderhaus.
Wenn am Abend
die Feuer entflammen,
Dann lacht wieder dem Pfader sein Herz.
Dann träum'n wir von vergangenen Zeiten,
Von Oswald, von unserm Patron
Wenn ich einmal
muss gehen ins Jenseits,
Wenn gekommen mein letzter Tag,
Dann gräbt mir, oh ihr Pfader, als Letztes,
Am Fusse des Gonzen mein Grab
(Abteilungsgeschichte von Bruno Willi/Specht
- 1967
- 1968
- 1969
- 1970
- 1971
- 1972
- 1973
- 1974
- 1975
- 1976
Es fällt
mir schwer, nach 15 Jahren Distanz zu der aktiven Pfaderei "geschichtsträchtiges
Material" aufzuarbeiten. Natürlich wurde ich durch
die Aktivzeit während 15 Jahren in allen Stufen der Pfaderei
(Ausnahme Raider, Rover) geprägt. Der Rückblick erfolgt
aufgrund von persönlichem Erlebnissen oder Gegebenheiten,
die vielleicht absolut nicht von grosser Bedeutung, für
mich und die damalige Zeit jedoch einprägsam waren.
Die Rahmenbedingungen haben natürlich dazu geführt,
dass wir relativ lange Zeit gemeinsam in der Pfadfinderabteilung
St. Oswald tätig sein konnten.
Wir Führerinnen und Führer haben gemeinsam in den
verschiedenen Funktionen ein Jahrzehnt mitgestaltet. Das war
nur möglich, weil im Hintergrund ein Elternrat stand, der
uns wohlwollend begleitete, immer auf unserer Seite stand und
bei Problemen diskret die Aufgabe der Vermittlung wahr nahm
(ER-Präsident Hans Becker).
Das Führerteam war auch in der Freizeit "ein Herz
und eine Seele", ohne dass eine persönliche tiefere
Beziehung die Teamfähigkeit störte. Dazu gehörte
natürlich auch der Abteilungsleiter Felix Kocherhans/Igel,
der offiziell das Geschehen leitete, uns aber immer mehr Führungsaufgaben
und Verantwortung übertrug und sich deshalb auch immer
mehr zurückzog. In diese Zeit fällt aber auch der
intensive Kontakt zu der Familie Fausch, im speziellen zu Andreas.
Es verging vermutlich keinen Monat, wo wir nicht mit einem gesuchten
oder echten Vorwand den Kontakt zu ihm suchten.
Am 5. Februar 1970 wurde Bruno Willi/Specht vom Elternrat offiziell zum Abteilungsleiter und Nachfolger von Felix Kocherhans/Igel gewählt.
weiteres folgt....
1941-1960
| JAHR | GEORGSLAUF | WöLFE | PFADER | RAIDER | ROVER/FüHRER |
|
1941 |
21. April, Georgstag, Gründung der Abteilung |
|
31.
August |
|
Führerkurs in Speicher |
|
1942 |
Regionallager
in Walenstadt |
|
Winterlager Tannenboden |
|
St.
Georgstag, Chur |
|
1943 |
Kant Pfadertag in St. Gallen |
|
SOLA Vermol (mit "Seebuebe" Goldach) |
|
Führertag in Teufen |
|
1944 |
Kant Pfadertag in Altstätten |
|
SOLA Lachen SZ |
|
|
|
1945 |
Kant Pfadertag in Herisau |
|
|
|
Führertag in Wattwil |
|
1946 |
Kant Pfadertag in Gossau |
|
SOLA Seebenalp |
|
Führerlager |
|
1947 |
Kant Pfadertag in Bad Ragaz |
|
SOLA Paspels GR |
|
|
|
1948 |
18.
April, Georgstag |
Gründung der Wolfsmeute Hathi mit Rudel Baloo und Kaa |
4. Bula in Trevano Lugano TI (Unterlager Adula) |
|
Gründung
des Roverbanners Gonzen mit Rotten Eisen und Erz |
|
1949 |
Kant Pfadertag in Wattwil |
|
kein
SOLA |
|
Führertag in Buchs |
|
1950 |
|
|
SOLA Immensee |
|
Führertag
Appenzell |
|
1951 |
Kant Pfadertag in Degersheim |
|
SOLA Schwarzenberg ("im Stollen") |
|
|
|
1952 |
Kant Pfadertag in Heiden |
|
SOLA Weisstannen |
|
Führertag in Herisau |
|
1953 |
Kant Pfadertag in Bad Balgach |
|
|
|
|
|
1954 |
|
|
SOLA Schwende /Weissbad |
|
Führertag in Sargans |
|
1955 |
Reg Pfadertag in Flums |
|
|
|
|
|
1956 |
|
|
5. BULA in Saignelegier (Freiberge) |
|
5. BULA in Saignelegier (Freiberge) |
|
1957 |
|
|
SOLA Flums |
|
Führertag
in Uznach |
|
1958 |
Kant Pfadertag in Walenstadt |
|
SOLA Walenstadt |
|
Führertag
in Bad Ragaz |
|
1959 |
Gauf Prod, Schloss, Lindli |
|
SOLA Leu-Alp AI (Weissbad AI) |
|
Rover-Führertag in Teufen |
|
1960 |
|
|
SOLA Alvaneu-Bad GR |
|
Führertag
Degersheim |
1961-1980
| JAHR | GEORGSLAUF | WöLFE | PFADER | RAIDER | ROVER/FüHRER |
| 1961 |
Kant. Pfadertag in Degersheim |
|
|
|
Führertag
Degersheim |
| 1962 |
Kant. Pfadertag in Bad Ragaz |
Kant. Wolfstag in St. Gallen |
SOLA Sfazu GR |
|
Führertag in Appenzell |
| 1963 |
Abteilungs Übung Schloss |
SOLA Trinrin--Mulin GR |
|
|
Roverschwert
Ragaz |
| 1964 |
|
SOLA Vermol Lutzboden |
SOLA Vermol Lutzboden |
|
Wanderlager |
| 1965 |
|
|
SOLA Gossau ZH |
|
SLA Gossau ZH |
| 1966 |
|
|
6. BULA in Paspels Domleschg |
|
6. BULA in Paspels Domleschg |
| 1967 |
|
|
Gruppenlager Melserberg, Boswil |
|
|
| 1968 |
|
SOLA Sfazu GR (2) |
SOLA Sfazu GR (2) |
|
|
| 1969 |
|
SOLA Steffisburg BE |
SOLA Steffisburg BE |
|
|
| 1970 |
|
SOLA Pany GR |
SOLA Pany GR |
|
|
| 1971 |
|
SOLA Blatten VS |
SOLA Blatten VS |
|
1. Brigermarsch |
| 1972 |
|
HELA Degersheim SG |
SOLA Unterägeri ZG |
|
Lager am Neuenburgersee |
| 1973 |
|
HELA Surin GR (bei Vrin, Lugnez) |
SOLA Oberschan |
|
Velotour Lager nach Sutz-Biel BE |
| 1974 |
|
HELA Brugg AG |
SOLA Sutz-Biel BE |
|
|
| 1975 |
Oberschan |
SOLA Sfazu GR (3) |
SOLA Sfazu GR (3) |
|
Weekend
Altdorf |
| 1976 |
Fläsch/Luziensteig |
HELA Alt St. Johann |
SOLA Niederwald VS |
|
2 Brigermarsch |
| 1977 |
Rheinau/Luziensteig |
HELA Krians LU |
SA Cumbels GR |
26..
Okober |
|
| 1978 |
Zagg/Azmoos |
HELA Luterbach SO |
SOlA Giswil OW |
|
|
| 1979 |
Vord. Ochsenberg |
SOLA Hedingen ZH |
SOLA Hedingen ZH |
|
|
| 1980 |
Lanaberg/Zagg |
HELA Unteriberg SZ |
7.
BULA in Bulle FR |
|
7.
BULA in Bulle FR |
1981-2000
| JAHR | GEORGSLAUF | WöLFE | PFADER | RAIDER | ROVER/FüHRER |
| 1981 |
Oberschan |
HELA Jakobsbad AR |
HELA Jakobsbad AR |
PFILA Luziensteig |
3. Brigermarsch |
| 1982 |
Rheinau Sargans |
kein
HELA |
SOLA Zernez GR |
PFILA Vorsiez/Weisstannen |
|
| 1983 |
Walenstadt |
HELA Laupen BE |
SOLA Bünzen AG |
PFILA Lüsis |
|
| 1984 |
Vilterserberg |
SOLA Sfazu GR (4) |
SOLA Sfazu GR (4) |
Reg. PFILA Walenstadt |
Reg. PFILA Walenstadt |
| 1985 |
Luziensteig/ Hint. Ochsenberg |
HELA Hüttikon ZH |
SOLA Erlach BE |
|
|
| 1986 |
Neues Pfadiheim |
HELA Basel-Stadt |
HELA Basel-Stadt |
PFILA Ragazerberg |
4. Brigermarsch |
| 1987 |
Quinten |
HELA Rieden SG |
SOLA Bussy VD |
PFILA Ragazerberg |
|
| 1988 |
Zagg Azmoos |
SOLA Stein am Rhein |
SOLA Weissbad AR |
PFILA Ragazerberg |
|
| 1989 |
Tamons (Lutzihütte) |
SOLA Steg ZH |
SOLA Steg ZH |
PFILA Ragazerberg |
|
| 1990 |
Freudenberg |
SOLA Steffisburg BE |
SOLA Steffisburg BE |
PFILA Ragazerberg |
Führerweekend Zagg/Azmoos |
| 1991 |
Buchs Schneggenbödeli |
|
|
|
5 Brigermarsch |
| 1992 |
|
|
|
|
|
| 1993 |
|
|
|
|
|
| 1994 |
|
|
BULA Napfgebiet
|
|
|
| 1995 |
|
|
|
|
|
| 1996 |
|
|
|
|
|
| 1997 |
|
|
|
|
|
| 1998 |
|
|
|
|
|
| 1999 |
|
HELA |
Velo-SOLA |
|
|
| 2000 |
|
HELA Yverdon-les-Bains |
sKala Eschenbach SG |
|
|
| 2001 |
|
HELA Sedrun GR |
HELA Sedrun GR |
6. Brigermarsch |
6. Brigermarsch |
weiteres folgt...
| 1941-1942 |
Alexander Good % Zorro |
| 1943-1946 |
Franz Wochner % Chueri |
| 1946-1947 |
Silvio
Nauli |
| 1948-1951 |
Franz Regli % Pongo |
| 1952-1960 |
Johann Kocherhans % Bär |
| 1960-1961 |
Hans Hobi |
| 1962-1963 |
Jakob Widrig % Specht |
| 1963-1964 |
Franz Bugg % Falk |
| 1964-1969 |
Felix Kocherhans % Igel |
| 1970-1976 |
Bruno Willi % Specht |
| 1977-1979 |
Josef Grünenfelder % Pörpel |
| 1980 |
Etienne Broder % Etoile |
| 1981-1983 |
AL-Team:
|
| 1984-1985 |
Thomas Good % Gootschi |
| 1985-1988 |
Mathias Bugg % Chuli |
| 1988-1991 |
Fredi Anrig % Kobold |
| 1992-1993 |
Andreas Kühne % Yellow |
| 1994-1996 |
Thomas Heeb % Jaguar |
| 1996-2002 |
AL-Team:
|
| 2003-2004 | Dario Eberhard % Haribo |
Herausgeber: Altpfadfinderverband
St. Oswald Sargans
Gestaltung/Redaktion: Mathias Bugg
% Chuli
www-Auftritt.
Christoph Duijts % Cent
